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Bahnübergang: Sicherung mit der „Wäscheleine“

Bahnübergang

Sicherung mit der „Wäscheleine“

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    Durch einen Bahnmitarbeiter und mit einem Absperrband wird derzeit der Bahnübergang bei Leeder bei der Durchfahrt eines Zuges gesichert.
    Durch einen Bahnmitarbeiter und mit einem Absperrband wird derzeit der Bahnübergang bei Leeder bei der Durchfahrt eines Zuges gesichert.

    Sichtlich erheitert zeigten sich die Fuchstaler Gemeinderäte über eine Information ihres Bürgermeisters Erwin Karg. Demnach wird seit kurzer Zeit der viel diskutierte Bahnübergang bei Leeder vor der Durchfahrt eines Zuges behelfsmäßig gesperrt. Und zwar mit einer „Wäscheleine“, wie es Karg scherzhaft ausdrückte.

    Für das Anbringen des Sicherungsbandes am Übergang sind je nach Zugrichtung Bahnmitarbeiter aus Landsberg oder Schongau zuständig, die extra dafür nach Leeder fahren. Während auf der Ostseite das Band angebracht wird, sichert der mit Warnweste bekleidete Mitarbeiter die Westseite mit einer Signalfahne. Auf der Strecke der 125 Jahre alten Fuchstalbahn zwischen Landsberg und Schongau verkehren von Montag bis Freitag jeweils zwei Güterzüge in beide Richtungen, am Samstag ist es sogar nur einer.

    Wie im vergangenen Oktober berichtet, hatte eine Verkehrsmessung ergeben, dass den Übergang täglich 2700 Fahrzeuge passieren. Dies hätte bedeutet, dass den Vorschriften nach eine Lichtzeichenanlage angebracht werden muss. Der Bau dieser Sicherung kostet allerdings etwa 400 000 Euro, die zu je einem Drittel von der Gemeinde Fuchstal als Straßenbaulastträger, der Bahn und dem Bund aufzubringen wären. Deshalb wurde zunächst eine andere Lösung gesucht. Der Lokführer wurde angewiesen, jedes Mal vor dem Übergang anzuhalten. Obwohl der Schienenverkehr nach der Straßenverkehrsordnung unbedingten Vorrang hat, wurde dieses Anhalten von vielen Autofahrern missverstanden. Sie glaubten, der Lokführer räume ihnen die Vorfahrt ein. Dies ist offensichtlich der Grund, warum nun die zusätzliche Sicherungsmaßnahme mit dem Absperrband ergriffen wurde. 

    Mehr dazu in der Printausgabe des Landsberger Tagblatts.

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