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Energie: Sonnenstrom vom Schützenheim

Energie

Sonnenstrom vom Schützenheim

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    Auf dem Dach des Schützenheims soll Solarstrom produziert werden.
    Auf dem Dach des Schützenheims soll Solarstrom produziert werden. Foto: Foto: ger

    Schondorf Auf dem Süddach des in Bau befindlichen Schützenheims in der Mühlau soll Sonnenstrom produziert werden. Das wünscht sich die jüngst gegründete Genossenschaft mit der Bezeichnung „VR-BürgerEnergie Landsberg eG“. Sie würde dazu die Dachfläche von der Gemeinde pachten wollen. Der Gemeinderat erklärte jetzt mehrheitlich sein grundsätzliches Einverständnis und sprach sich für weitere Verhandlungen aus.

    Auf 190 Quadratmetern könnten Solarmodule installiert werden. Die Genossenschaft bietet den Worten von Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD) zufolge eine jährliche Pacht von zwei Euro pro Quadratmeter an. Bei einer angestrebten Pachtdauer von 25 Jahren kämen rund 10000 Euro in die Gemeindekasse.

    Grundsätzlich war sich der Gemeinderat zwar weitgehend einig, das Schützenheimdach zur Stromproduktion zu nutzen, Thomas Betz (CSU) schlug jedoch beispielsweise vor, die Gemeinde solle selber eine solche Fotovoltaikanlage betreiben, Thomas Eichinger (CSU) äußerte zudem Bedenken, öffentliche Flächen so langfristig an einen Dritten zu binden.

    Gemeinde bezieht zu 100 Prozent Ökostrom

    Kategorisch gegen eine Fotovoltaik-anlage sprach sich Uta Klauß (CSU) aus. Sie meinte, die Sonnenstromproduktion sei „noch nicht technisch ausgereift“ und verwies auf die wiederholten Brände einer Fotovoltaikanlage in Landsberg. Außerdem entstehe weder der Gemeinde noch den Schützen ein Nutzen.

    Bürgermeister Wittmaack gab darauf jedoch den Hinweis, „dass solche Dinge schon relativ oft gebaut worden sind“ und die Gemeinde auch zu 100 Prozent Ökostrom beziehe.

    Auch Helga Gall (Grüne) warb für eine Verpachtung. Sie machte darauf aufmerksam, dass die Genossenschaft in Deutschland hergestellte Solarmodule verwenden und regionale Unternehmer mit deren Installation beauftragen möchte. „Das finde ich sehr gut“, betonte sie. Ihr Fraktionskollege Rudi Hoffmann ergänzte, für eine eventuell später geplante kommunale Fotovoltaik-anlage fänden sich in Schondorf sicher noch andere Dachflächen.

    Mit 12:3 Stimmen sprach sich der Gemeinderat für weitere Verhandlungen mit der Energiegenossenschaft aus. Thema werde dabei vor allem die Pachtpreisgestaltung sein. „Die zwei Euro wollen wir nicht auf 25 Jahre festschreiben“, betonte Wittmaack, der eine „dynamische Klausel“ anregte.

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