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Landkreisbäder: Spielplatz statt Becken

Landkreisbäder

Spielplatz statt Becken

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    Dieses Becken kommt weg.
    Dieses Becken kommt weg. Foto: Foto: Thorsten Jordan

    Greifenberg Gut 50000 Besucher strömen im Schnitt pro Jahr ins Warmfreibad nach Greifenberg. Es sind vor allem Familien mit Kindern. Ab der kommenden Badesaison werden sie statt eines Beckens einen Spielplatz für Kinder nutzen können. Denn der Kreisausschuss hat beschlossen, das marode Becken stillzulegen und an gleicher Stelle einen Spielplatz anzulegen. 50000 Euro soll die Maßnahme kosten. Gut 20000 Euro, in erster Linie für Spielgeräte, könnten von einem Förderverein kommen, den Kreisrat Markus Wasserle (FDP) ins Leben rufen möchte.

    Über das Jahr habe er immer wieder Gespräche mit Bürgermeistern geführt, wie der Betrieb des Bades in Greifenberg unterstützt werden kann, sagte Markus Wasserle gegenüber dem Landsberger Tagblatt. Nicht möglich sei es, die Einrichtung ehrenamtlich, auf der Basis eines Vereins zu führen. Daher werde über die Gründung eines Fördervereins nachgedacht, der die Bäder des Landkreises in Greifenberg, Kaufering und Thaining unterstützen und erhalten soll. Mitglieder könnten neben Bürgern auch die Gemeinden werden. Ein jährlicher Beitrag könnte den Grundstock bilden, Spenden für Spielraum bei bestimmten Maßnahmen sorgen. Für sein Projekt werben will Markus Wasserle demnächst bei Veranstaltungen in Greifenberg, Kaufering und Thaining. Landrat Walter Eichner setzte den Kreisrat schon mal unter Druck. Denn von den 50000 Euro, die für Stilllegung des Beckens und Anlage eines Spielplatzes fällig würden, solle der Förderverein gleich 20000 Euro übernehmen. Ein ehrgeiziges Ziel, das Markus Wasserle aber nicht zurückschreckt, wie er sagt.

    Unterstützung könnte er von Bäderleiter Thomas Zeck erfahren, der Kontakt zu einigen Sponsoren hat, die durchaus für Spielgeräte spenden würden. Warum das 33 Meter lange Becken geschlossen werden soll, erläuterte Kämmerer Jürgen Felbinger in der Sitzung des Kreisausschusses. Demnach sei gegen Ende der Badesaison bei einer Befahrung mit einer Kamera festgestellt worden, dass die Rohrleitungen mehrere altersbedingte Spannungsrisse aufweisen.

    Kosten für Reparatur

    Die Kosten für Freilegung und Reparatur der Rohre belaufen sich laut Finanzverwaltung auf mindestens 60000 Euro. Erst nach der Freilegung der Rohre könne der genaue Schaden ermittelt werden. Daher schlägt die Verwaltung den Kreisräten vor, das Becken stillzulegen. Wie Thomas Zeck sagt, ist es das am schwächsten besuchte Becken. Die Kosten für den Betrieb (Wasser, Heizung und Chemikalien) würden sich pro Saison auf 10000 Euro belaufen.

    Mit der Errichtung eines Kinderspielplatzes bleibt das Warmfreibad nach Meinung von Thomas Zeck auch künftig für Familien mit Kindern attraktiv. Wie Jürgen Felbinger sagte, ist vorgesehen, das Becken im oberen Bereich abzubrechen, mit Kies zu befüllen und eine Rasenfläche anzulegen. Für diese Maßnahme werden nun in den Haushalt 50000 Euro eingeplant.

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