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Bayertor: Stadt kündigt Pächterin der Turmschänke

Bayertor

Stadt kündigt Pächterin der Turmschänke

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    Seit Herbst 2011 hat die Turmschänke im Bayertor geschlossen. Die Ursache: Schimmel im Mauerwerk und in der Luft, über deren Ursache es eine Auseinandersetzung zwischen Pächterin und Stadt gibt.
    Seit Herbst 2011 hat die Turmschänke im Bayertor geschlossen. Die Ursache: Schimmel im Mauerwerk und in der Luft, über deren Ursache es eine Auseinandersetzung zwischen Pächterin und Stadt gibt. Foto: Thorsten Jordan

    Die Zukunft der Turmschänke im Landsberger Bayertor bleibt ungewiss. Noch immer hat der Schimmel die Gast- und Kellerräume in dem Landsberger Wahrzeichen fest im Griff. Der Pächterin, die das kleine Traditionsgasthaus deshalb im Herbst 2011 schließen musste, wurde jetzt vor einigen Wochen fristlos gekündigt.

    Als Grund für die Kündigung gibt Stadtjustiziarin Petra Mayr-Endhart im Gespräch mit dem Landsberger Tagblatt ein „zerrüttetes Vertragsverhältnis“ an. Das Fass zum Überlaufen brachte wohl ein Schreiben von Christine Purrmann-Baur an ein überregionales Presseorgan, in dem sie der Stadt unter anderem vorwirft, zuzusehen, wie „Wahrzeichen der Stadt verrotten“. Die so Angegriffene sah ein Festhalten am Vertrag als „nicht mehr zumutbar“ an und kündigte der Pächterin, die ohnehin nicht mehr in der Turmschänke arbeiten kann. Ehemann Peter Purmann: „Die Belastung durch Schimmelpilze hatte gesundheitliche Auswirkungen.“

    Gutachten gibt es inzwischen drei an der Zahl, die Feuchtigkeit und Schimmel sowohl im Thekenbereich und im Keller nachweisen. Jetzt geht es unter anderem darum, ob der Befall durch einen zurückliegenden Wasserschaden verursacht wurde, oder seine Ursachen zum Beispiel in einem „seit Jahren feuchten Kellerraum“ (Peter Purrmann) habe. Petra Mayr-Endhart: „Die Pächterin hat die Schänke 2009 übernommen und keinen feuchten Keller moniert.“ Peter Purrmann: „Wir wussten von keinem Kellerraum.“

    Er hat längst die Angelegenheit einem Anwalt übergeben („Da habe ich keinen Nerv mehr dafür), ist aber einer einer einvernehmlichen Lösung nicht abgeneigt. Allerdings müsse der seit Monaten andauernde Schwebezustand endlich beendet werden: „Ich warte jetzt noch bis Ende des Monats ab.“ Es gibt Schriftverkehr zwischen den Parteien, bestätigte die Justiziarin Mayr-Endhart. Allerdings sei kein Verfahren zwischen Stadt und Pächterin anhängig. Peter Purrmann dazu: „Wir haben der Kündigung Ende Januar sofort widersprochen.“

    Für das Pächterehepaar führt selbst kein Weg mehr zurück in den Turm. Sie handeln mittlerweile mit ihren elsässischen Flammkuchen außerhalb der Stadttore Landsbergs.

    Mehr zum Thema in der Printausgabe des Landsberger Tagblatts.

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