Startseite
Icon Pfeil nach unten
Landsberg
Icon Pfeil nach unten

Stadtsaal ist derzeit kein Thema

Landsberg

Stadtsaal ist derzeit kein Thema

  • |
  • |
  • |
    Das Gelände rund um die ehemalige Gaststätte "Frankys" am Schlossberg wurde schon als Standort für einen Stadtsaal ins Gespräch gebracht. Foto: Jordan
    Das Gelände rund um die ehemalige Gaststätte "Frankys" am Schlossberg wurde schon als Standort für einen Stadtsaal ins Gespräch gebracht. Foto: Jordan Foto: Jordan

    Der Rathauschef spricht von einer Art Alibi-Antrag, weil sich eine Mehrheit der CSU-Fraktion bei der nichtöffentlichen Sitzung im März gegen die Pläne entschieden habe. Doch nicht nur die Stadträte der CSU hatten vor hohen Unterhalts- und Betriebskosten gewarnt (LT berichtete). Zudem war der Kauf des Grundstücks an der Augsburger Straße von vielen als finanzieller Drahtseilakt angesehen worden. Als "diffus" bezeichnet Ingo Lehmann die damalige Diskussion. Vielschichtige Argumente seien ausgetauscht worden. In erster Linie hätten die Stadträte über den Standort, die Kosten und die Folgekosten gesprochen.

    Im Moment ist das Thema "Stadtsaal" für den Oberbürgermeister nicht aktuell. Es gebe dringlichere Projekte. Zuerst müsse ein neuer Standort gefunden werden. Der soll seiner Meinung nach in der Innenstadt liegen. Eine Nutzung bestehender Gebäude oder Flächen sei erstrebenswert. Die Ablehnung des Projekts am Standort MiniMal sieht Ingo Lehmann als verpasste Chance. Dort hätte zunächst nur Grund erworben werden sollen. Benedikt Ball wünscht sich in seinem Antrag eine andere Herangehensweise. Vor Erteilung erster Planungs- oder gar Bauaufträge für einen Stadtsaal sollen seiner Ansicht nach eine Bedarfsanalyse und ein Nutzungskonzept erstellt werden. Zudem müssten die voraussichtlichen Betriebs- und Unterhaltskosten dargestellt werden. Vor einer Investition von mehreren Millionen Euro sollte den Entscheidungsträgern eine solide und vernünftige Ausarbeitung zum Betrieb eines Stadtsaales vorliegen, schreibt der CSU-Stadtrat in seinem Antrag. Insbesondere die finanzielle Belastung für den städtischen Haushalt aus den Folgekosten müsse bekannt sein.

    Kleiner Konzerte oder Schulfeiern möglich

    Seine Fragen unter anderem nach voraussichtlichen Betriebs- und Personalkosten sowie zu den Auswirkungen eines Stadtsaales auf die Nutzung bestehender Gebäude der Stadt sieht Benedikt Ball nur unzureichend beantwortet. In der Antwort auf den Antrag wird von FUN-Leiter Anton Sirch von einer Entlastung für das Stadttheater und die Sporthalle im Sportzentrum ausgegangen. Zudem wären in einem Stadtsaal unter der Woche Firmenveranstaltungen, kleinere Konzerte oder Schulfeiern möglich. Durchschnittlich, so Anton Sirch in seinem Schreiben vom 20. Juli, gebe es wöchentlich ein- bis zweimal Anfragen nach Veranstaltungen während der Woche und an Samstagen, die FUN nicht bedienen könne. (wu)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden