Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Stadt Landsberg ihre Jahresabschlüsse vorlegen kann. Allerdings nicht etwa den des vergangenen Jahres oder den von vor zwei Jahren.
Bis Ende 2013 wird die Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner, die mit der Klärung und Aufarbeitung der Verzögerungen beauftragt ist, die Jahresabschlüsse von 2007 bis 2011 vorlegen.
Der Tagesordnungspunkt 15 der jüngsten Stadtratssitzung deutet in seiner einfachen Formulierung nicht darauf hin, welche Bedeutung eigentlich dahinter steckt. „Aufarbeitung der fehlenden Jahresabschlüsse – Statusbericht“ steht dort zu lesen und der Zusatz „Vorlage: 3207/2012-00“. Diese Vorlage, die Markus Steger-Gühmann von der Nürnberger Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner in der öffentlichen Sitzung vorstellte, ist dennoch laut Auskunft der Stadt ein „internes“ Arbeitspapier und stand selbst auf Anfrage dem Landsberger Tagblatt nicht zur Verfügung.
Das, was in der Sitzung präsentiert wurde, machte deutlich, dass es an der Zeit war, externe Unterstützung durch Buchhaltungsprofis hinzuzuziehen. Aktuell – bei dem Vortrag handelte es sich wie erwähnt um einen Statusbericht – verweist Markus Steger-Gühmann für den Zeitraum von 2007 bis 2011 auf noch 9758 offene Buchungsvorgänge. „Das ist der Flaschenhals“, so der Fachmann, den es gelte, sofort zu beseitigen. Er hielt mit seiner Meinung zu diesem Stand nicht hinter dem Berg: „So etwas habe ich in meiner Berufspraxis noch nicht erlebt.“ Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe des LT-