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Töpfermarkt: Tierisch vielfältige Keramikkunst

Töpfermarkt

Tierisch vielfältige Keramikkunst

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    Fantasietiere von Ülle Sink und Aare Freimann aus Lettland.
    Fantasietiere von Ülle Sink und Aare Freimann aus Lettland. Foto: Thorsten Jordan

    Die erste Zeugnisse der Malerei waren Tiermotive, die noch heute in den Höhlen von Chauvet beeindrucken. Tiere zierten auch schon vor Hunderten von Jahren Vasen und Gefäße, wurden als Skulpturen geschaffen, im antiken Griechenland, im alten China oder in Mittelamerika. Und noch heute ist das Tier ein Motiv, ein „keramisches Bestiarium“ lässt sich alljährlich auf dem Dießener Töpfermarkt finden und wurde diesmal als Hauptthema aufgegriffen.

    Wer sich auf dem Markt auf tierische Spuren machen will, steuert am Besten als Erstes den Informationspavillon im Bereich beim Dampfersteg an. Dort weisen einzelne Arbeiten unterschiedlicher Keramiker den Weg. Beispielsweise zu Ülle Sink und Aare Freimann. Die beiden haben den weitesten Weg hinter sich, sie sind bis aus Estland gekommen und haben schräge Fantasiewesen oder schrullige Tiere mitgebracht. „Julius“, ein großer Vogel mit hervortretenden Augen, „Manniwald“, der Elch, und „Artur“ das Schwein. „Das ist Sebold“ verrät Ülle Sink über ein koboldähnliches Wesen, was an Sience-Fiction-Gestalten erinnert. Ein überlanger Dackel ist auch zu finden.

    Weniger schräg als in vielen Farben bunt leuchtend und fröhlich sind die Tierchen, die Monika Drescher-Linke aus dem bayerischen Jandelsbrunn als Gartenaccessoires schafft. Naturalistisch geht dagegen Curt R. Lehmann mit seinen Motiven Schwein, Murmeltier, Stier oder Kamel um. Er arbeitet nicht mit farbigen Glasuren, sondern mit Engoben, das heißt flüssigen Tonen. In Reliefstrukturen, die während des Arbeitsprozesses entstehen, dringt beispielsweise die helle Engobe ein und hinterlässt weiße Spuren, die an einen tierischen Pelz erinnern. Lachende Nilpferde gibt es bei Daniel Stähli während Andreas Hinder eine Gruppe Ratten durchs Gras sausen lässt. Sehr naturalistisch windet sich ein ganzer Reptilienzoo am Stand von CeraReptilia. Tierische Gestalten haben auch in den Dießener Werkstätten lange Tradition: Die blau-weißen Eulen aus der Werkstatt Lösche beispielsweise oder Froschfiguren aus der Werkstatt Larasser, die nach den Formen von Max Fehr geschaffen sind.

    Mehr zum Dießener Töpfermarkt lesen Sie in der Printausgabe des Landsberger Tagblatts.

    Weitere Fotos finden Sie ab ca. 19 Uhr  hier.

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