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Zehntes Bürgerbegehren: UBV will den Lechsteg verhindern

Zehntes Bürgerbegehren

UBV will den Lechsteg verhindern

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    Weil sie Inselbad und Lechstrand sowie den herkomerpark am gegenüberliegenden Ufer gefährdet sieht. startet die UBV ein weiteres Bürgerbegehren.
    Weil sie Inselbad und Lechstrand sowie den herkomerpark am gegenüberliegenden Ufer gefährdet sieht. startet die UBV ein weiteres Bürgerbegehren. Foto: Foto: Thorsten Jordan

    Landsberg Der zehnte Bürgerentscheid in Landsberg könnte anstehen. Die Unabhängige Bürgervereinigung (UBV) ist gegen den Standort des neuen Lechstegs zwischen Mutterturm und Inselbad. „An dieser Stelle zerstört der Steg durch sein neues Wegesystem den Park am Mutterturm und die Flächen am Inselbad.“ Mit einem Bürgerbegehren hat selbst Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) nicht gerechnet. „Ich kommentiere das nicht, aber sollte die UBV Erfolg haben, wirft uns das zurück. Problematisch ist das auch wegen der geplanten Anbindung der Schüler zum Busbahnhof.“ Der Lechsteg sei im Hinblick den Hauptplatzumbau 2012 wichtig. „Vor diesem Hintergrund finde ich das Verhalten der UBV nicht verantwortlich durchdacht“, sagt Lehmann gegenüber dem LT.

    Ganz anders sehen das der Vorsitzende der UBV, Wolfgang Neumeier, und Fraktionsvorsitzender Christoph Jell bei einem Pressegespräch. „Wir haben den Entschluss einstimmig im Vorstand gefasst. Wir sind nicht generell gegen einen solchen Steg, nur an dieser Stelle.“ Nun geht es nach dem Ruethenfest ans Sammeln von Unterschriften, rund acht Prozent der wahlberechtigten Landsberger (also derzeit rund 1680) müssen unterschreiben, damit es zu einem Bürgerentscheid über das Thema kommen kann.

    Drei Punkte stören die UBV ganz besonders: Durch den neuen Steg und die dazugehörigen Wege werde das Inselbad beeinträchtigt. Der Steg, so sagt Mitglied Erich Schmid, gehe über die Inselbadflächen, rund acht Meter an Liegefläche gingen verloren, entnehme er den bisherigen Planungen. „Zudem“, so Schmid, „kann man vom Lechsteg aus den Badegästen auf den Bauch schauen.“ Für Erich Schmid zerstören die Planungen zudem die Einheit von Inselbad und Lechstrand.

    Ein zweites Problem sei, so Jell, das Wegesystem zum und am Mutterturm. „Der Steg geht direkt darauf zu, die vorhandenen Wege werden also zerstört.“ Auch das Problem mit den Schülern will die UBV anders lösen. „Es gibt bereits einen Steg in der Nähe des Ignaz-Kögler-Gymnasiums, außerdem können die Schüler auch den Peter-Dörfler-Weg benutzen.“ Die Lechstegplanungen seien das Todesurteil vom Herkomerpark, formulieren es Jell und Schmid. Vorsitzender Neumeier: „Es gibt noch viele Probleme, die nicht durchgepeitscht, sondern ruhig geklärt werden müssen, bevor die Brückenpfeiler betoniert sind. Deshalb gehen wir jetzt diesen Weg, um das Projekt rechtzeitig zu stoppen.“

    Erich Schmid befürchtet, dass die Stadt , das „alles von langer Hand geplant“ habe, um letztendlich das Inselbad zu schließen. „Es ist seit vielen Jahren in Sachen Sanierung Inselbad nichts passiert, man hat den Lechstrand verkommen lassen, mit dem neuen Lechsteg wird das Bad vielleicht nun komplett ruiniert. „Will man es ganz schließen, um dieses Filetstück der Stadt an einen Investor zu verkaufen?“, fragt er.

    UBV: Bürger sind mit Planungen unzufrieden

    Die UBV will nun an einer Fragestellung für das Begehren arbeiten. „Ich sehe eine gute Chance, die nötigen Unterschriften zu bekommen“, sagt Neumeier. „Erich Schmid hat bei der Unterschriftenaktion für den Erhalt des Lechstrandes eine große Unzufriedenheit der Bürger mit dem Projekt Lechsteg festgestellt.“

    OB Lehmann findet diese Argumentation nicht nachvollziehbar. „Die Planungen rund um den Lechsteg werden jetzt erst erarbeitet, stehen aber noch nicht fest, sowohl Mutterturm wie Inselbad sollen davon möglichst wenig tangiert werden, das ist die Vorgabe. Davon, dass rund acht Meter abgeschnitten werden, kann keine Rede sein“, so Lehmann. „Der Lechsteg soll an der Kante zum Inselbad aufschlagen.“

    Besonders fatal findet Lehmann eine Verzögerung der Planungen wegen des Hauptplatzumbaus. „Wir brauchen den Steg dringend. Wir wollen die Schüler nicht über die Katharinenstraße schicken, da sich hier dann die Schülerströme und die Busse kreuzen würden. Dieses Gefahrenpotenzial wollen wir vermeiden.“ Auf die Aussage, dass das Inselbad irgendwann geschlossen werden soll, sagte Lehmann: „Das ist abwegig, kein Kommentar.“

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