Pflugdorf-Stadl Mit der symbolischen Übergabe des Schlüssels sowie der anschließenden Segnung der Fahrzeughalle und Funktionsräume ist am Sonntag das neue Gerätehaus der Feuerwehr Pflugdorf-Stadl offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. Was dieser historische Akt für die Brandschützer der beiden Ortsteile bedeutet, hatte davor beim Festgottesdienst im Schulgarten Pater Steevan und Bruder Diakon Kornelius Wagner aus St. Ottilien den Bürgern und Gästen in Erinnerung gerufen. Und mit Blick auf das heftige Unwetter am Abend davor meinte der Feuerwehrseelsorger Kornelius humorvoll: „Es scheint fast so, als ob auch das Wetter mitfeiern wollte. Eine bessere Einsegnung Eures Hauses mit so viel Weihwasser und Aktion von oben kann man sich kaum wünschen.“
In seiner Predigt ging Bruder Kornelius auch auf die „ziemlich stürmische“ Baugeschichte ein. Sein Befund zum neuen Domizil der Brandschützer vor Ort: „Euer Haus ist ein prachtvolles Haus geworden. In seiner Größe und Schönheit sucht es seinesgleichen im Landkreis.“ Deshalb sei auch im Vorfeld darüber diskutiert worden, ob es denn nicht „etwas zu groß“ geworden sei. „Doch da“, so der Geistliche weiter, „kann ich alle Kritiker beruhigen. Denn die Aufgaben, die hier in Zukunft zu leisten sind – und leider nicht weniger werden – lassen das Haus angemessen erscheinen. Es wurde gebaut für Generationen von Feuerwehrleuten, die hier zum Schutz der Menschen ihren unentgeltlichen Dienst leisten.“
Überzeugende Argumente hatte auch der Architekt des Hauses, Dr. Klaus Pilz aus Issing parat, als er vor der Schlüsselübergabe die zukunftsweisenden Vorzüge eines solchen Zweckgebäudes auflistete und am Schluss feststellte: „Besonders freue ich mich darüber, dass die veranschlagten Baukosten in Höhe von zirka 1,5 Millionen eingehalten werden konnten.“ Auch dieser Erfolg sei letztendlich auf die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat, Feuerwehr und Planung zurückzuführen.
Nachdem Kommandant Alfons Düringer über die Entstehung des Gerätehauses von seiner Planung bis zur Vollendung einschließlich der vielen Vorzüge für den künftigen Einsatz berichtet hatte, gratulierte Landrat Walter Eichner den Floriansjüngern für dieses „gelungene Werk“. Seine Glückwünsche zollte er auch dem Architekten und den ausführenden Firmen, „die da eine handwerkliche Meisterleistung erbracht haben“.
„Nicht die Feuerwehr, sondern die Bürger brauchen es“
Nach der Segnung des Hauses durch die genannten Geistlichen meldete sich Rathauschef Konrad Welz zu Wort. Seine Kernaussage: „Nicht die Feuerwehr braucht ein Gerätehaus, sondern die Bürger brauchen es!“ Denn damit habe die Gemeinde Vilgertshofen im Zentrum zwischen Pflugdorf und Stadl „ein nachhaltiges Fundament zum Brand- und Katastrophenschutz geschaffen“, betonte Welz. Nach ihm gratulierte eine Reihe von Gästen der Feuerwehr Pflugdorf-Stadl – unter ihnen der aus dem oberpfälzischen Waldmünchen angereiste Feuerwehr-Partner sowie die örtlichen Vereine – zu dem modernen Haus.
Die Einweihungsfeier wurde von der Musikkapelle Pflugdorf-Stadl klangvoll umrahmt.