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Grundschule: Was, wenn das Eis bricht?

Grundschule

Was, wenn das Eis bricht?

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    Hier übten die Kinder, wie man selbst aus einem Eisloch steigt, wenn keine Retter in der Nähe sind.
    Hier übten die Kinder, wie man selbst aus einem Eisloch steigt, wenn keine Retter in der Nähe sind. Foto: Fotos: am

    Apfeldorf Schlittschuhläufer wagen sich jetzt auf zugefrorene Gewässer – doch was tun, wenn der Freund oder die Freundin plötzlich auf dem Eis einbricht? Die Kinder der Grundschule Apfeldorf-Kinsau wissen, was im Ernstfall zu tun ist: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) war zu Besuch in der Apfeldorfer Mehrzweckhalle und zeigte den Kindern das richtige Verhalten am und auf dem Eis.

    Um die Sicherheit zu erhöhen, führt die DLRG-Jugend in Bayern interaktive Eisregel-Trainings in Kindergärten und Grundschulen durch. Auch in Apfeldorf zeigten die Schulteamer des Jugendverbands der DLRG, was man bei Eiseinbrüchen tun kann und wie Unfälle durch richtiges Verhalten vermieden werden können. So versuchten die Buben und Mädchen zum Beispiel, aus einem „Eisloch“ (dieses wurde in der Mehrzweckhalle durch Turnkästen simuliert) zu klettern. Dabei zeigten die Schulteamer den Kindern, welche Technik sie anwenden müssen, um im Ernstfall nicht gleich wieder einzubrechen.

    Rettungsseil aus Kleidungsstücken

    Weil es aber sehr schwer ist, sich selbst aus dem eingebrochenen Eis zu befreien, erlernten die Kinder Elemente der Fremdrettung – ohne selbst in Gefahr zu geraten. Dabei wurden Kleidungsstücke zusammengeknotet, um ein langes „Rettungsseil“ zu schaffen. Das Seil aus den zusammengestückelten Kleidungsstücken (Schal, Jacke etc. können dafür hergenommen werden) wurde dann den Eingebrochenen im (in der Turnhalle simulierten) Eisloch zugeworfen. Vom Ufer aus zogen dann alle Kinder zusammen am Seil und konnten so das „Opfer“ aus dem Loch retten. In der Präventionsarbeit der Eisretter spielen Eisregeln eine wichtige Rolle: So lernten die Schüler in Apfeldorf Wichtiges zur Eisbildung und den Gefahren am Eis. Auch Erste-Hilfe-Maßnahmen (Einwickeln des Opfers in eine warme Decke) wurden trainiert. Wichtige Fragen wurden auch beantwortet – zum Beispiel: „Woran erkennt man, dass das Eis tragfähig ist?“ oder „Welche Rettungsmöglichkeiten bestehen bei einem Eiseinbruch?“ Damit viele Schüler teilnehmen können, werden die Trainings von der Versicherungskammer Bayern und durch die Gesundheitsinitiative „Gesund.Leben.Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit unterstützt. (am)

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