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Landsberg: Weg soll Inselbad und Lechstrand trennen

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Weg soll Inselbad und Lechstrand trennen

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    1985 am Lechwehr: Hier war die Hochzeit für den Badestrand mitten in der Stadt. Viele Landsberger denken gerne daran zurück.
    1985 am Lechwehr: Hier war die Hochzeit für den Badestrand mitten in der Stadt. Viele Landsberger denken gerne daran zurück. Foto: Thorsten Jordan

    Landsberg Der freie Zugang vom Inselbad zum Lechstrand könnte bald der Vergangenheit angehören. Heuer nur noch am Wochenende zugänglich, soll im nächsten Jahr ein Weg Inselbad und Lechstrand trennen. Er ist Teil eines Wegesystems um den Lech und führt vom neuen Lechsteg bis zum Flößerplatz. Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) denkt über diese Lösung nach. Sie ist Teil der Planungen um den neuen Lechsteg und entstand beim Wettbewerb StadtLandFluss. Das Wegesystem ist ganzjährig für alle Spaziergänger gedacht und soll auch eine Attraktion für die Touristen sein. Lehmann favorisiert diese Lösung auch im Hinblick darauf, dass der Lechstrand aus haftungsrechtlichen Gründen nur noch zeitweise für Inselbadbesucher geöffnet wird. „Wir müssen das nun im Stadtrat diskutieren.“

    Die Trennung Inselbad und Lechstrand sehen viele Landsberger kritisch (siehe Stimmen zur Schließung). In den letzten Jahren wurde der Betrieb wegen der Fischtreppen schon immer weniger. Besitzer der Fläche ist der Freistaat Bayern. Bisher wurde sie von der Stadt gemäht, die auch die Scherben von den zahlreichen Festen beseitigte. Das Baden auf eigene Gefahr soll am Lech weiter möglich sein, aber durch den fehlenden Inselbadanschluss müssen die Badegäste auf die sanitären Anlagen verzichten – und auf den Kiosk im Inselbad.

    Haftungsfrage ist derzeit das Problem

    Der Lechstrand ist auf dieser Lechseite bisher nur vom Inselbad her frei zugänglich, es sei denn, man klettert verbotenerweise über die Mauer am Flößerplatz oder läuft durchs Wasser. Aus Haftungsgründen (LT berichtete) wurde dieser Zugang nun geschlossen. Nur am Wochenende soll es heuer noch einen kontrollierten Zugang geben. Die Schließung ist eine Tatsache, die Norbert Köhler, Leiter der Stadtwerke, bedauert. „Es ist einer der schönsten Plätze, das weiß ich.“ Er habe alle technischen Möglichkeiten geprüft, aber, um die Haftung bei Unfällen auszuschließen, sehe er keine andere Möglichkeit, als den Zugang zu kontrollieren.

    Warum muss geändert werden, was viele Jahre ohne Probleme funktionierte? Köhler sagt: Die Stadtwerke waren noch kein kommunales Unternehmen und er war Angestellter der Stadt. Der Stadtrat habe ihn damals per Beschluss von der Haftung entbunden. Das gehe in der neuen Gesellschaftsform nicht mehr. „Diese Haftung kann mir keiner abnehmen“, so Köhler. Laut Stadtjuristin Petra Mayr-Endhart habe man mehrere Fachauskünfte eingeholt. „Der Gemeindeunfallversicherungsverband und die Bayerische Versicherungskammer haben alle den Rat gegeben, den Zugang zu schließen“, so Mayr-Endhart. Wer eine Gefahrenquelle zugänglich mache, müsse auch dafür sorgen, dass keiner reinkommt, der die Warnschilder nicht lesen kann – Kinder beispielsweise. Diese Verkehrssicherungspflicht gelte für alle Schwimmbäder, so Köhler weiter. „Bei einem Drehkreuz mit Chipkarte kann man nicht ausschließen, dass Kinder von Dritten an den Strand mitgenommen werden.“ Wenn dann etwas passiere, sei er als Geschäftsführer nicht nur zivilrechtlich haftbar, sondern könne auch strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

    Um den Lechstrand in diesem Jahr noch durchs Inselbad zugänglich zu machen, werden seit gestern nun an den Wochenenden (freitags ab 12 Uhr) Aufsichtspersonen an der Tür zum Lechstrand postiert. Kinder unter zwölf Jahren haben ohne Begleitpersonen (Erziehungsberechtigte) keinen Zutritt. „In den Ferien und an schönen Tagen werden wir dieses Angebot beibehalten“, sagt Oskar Imhof, der bei den Stadtwerken fürs Inselbad zuständig ist. Alle, die an den Lechstrand dürfen, bekommen dann ein Papierband für das Handgelenk. Unter der Woche bleibt die Tür zwischen Inselbad und Lech geschlossen.

    „Der Lech ist nicht nur für die Badenden da“, so Köhler. „Durch den neuen Weg haben Touristen und Spaziergänger das ganze Jahr die Möglichkeit, um den Lech herumzugehen und die Landschaft zu genießen.“ Außerdem könnte durch die Eingangskontrollen auch niemand mehr ohne Eintrittskarte ins Inselbad. Bisher habe noch kein Inselbadgast – trotz vieler verärgerter Anrufe – seine Karte zurückgegeben, sagt Köhler. Wer dies wegen der Veränderung mit dem Lechstrand tun will, soll sich an die Inselbadkasse wenden. "Diese Woche

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