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Neujahrskonzert: Wilhelm Tell jagt Queen und James Last

Neujahrskonzert

Wilhelm Tell jagt Queen und James Last

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    Der Musikverein Hofstetten-Hagenheim gab in der im vergangenen Jahr sanierten Mehrzweckhalle sein Neujahrskonzert.
    Der Musikverein Hofstetten-Hagenheim gab in der im vergangenen Jahr sanierten Mehrzweckhalle sein Neujahrskonzert. Foto: Foto: Ulrike Reschke

    Hofstetten Über zahlreiche Besucher konnte sich der Musikverein Hofstetten-Hagenheim beim Neujahrskonzert 2012 am Samstagabend freuen. Buchstäblich komplett besetzt war die im vergangenen Jahr renovierte Mehrzweckhalle bei dieser traditionellen Blasmusikveranstaltung, zu deren Abschluss es ein bayerisches Buffet für Darbietende und Zuhörer gab. Dirigent Lars Scharding hatte ein Programm unter dem Motto „Berühmte Komponisten“ zusammengestellt. Durchs Programm führte Barbara Scherdi mit Erläuterungen und Anekdoten zu den einzelnen Stücken.

    Als Höhepunkt erwies sich der „Wilhelm Tell Galopp“ (Gioacchino Rossini) mit Christopher Mangano als Solist am Xylophon. Die schnellen Läufe kamen bei dem routinierten Schlagwerker wie aus dem Handgelenk. Die Anlaufschwierigkeiten beim ersten gemeinsamen Spiel am Freitag vor dem Konzert, von denen Lars Scharding berichtete, waren beim Konzert überwunden. Das Stück kam bei den Zuhörern so gut an, dass es auszugsweise als erste von drei Zugaben am Ende wiederholt wurde.

    Die Musiker eröffneten den Konzertabend mit dem Triumphmarsch „Salve Imperator“, wechselten in die Walzer-Ära mit einem Melodienstrauß von Johann Strauß Vater, intonierten „Norway Impressions“ von Alfred Bösendorfer als musikalische Reise durch Norwegen. Im zweiten Teil bot die Kapelle den Boccaccio-Marsch aus der gleichnamigen Operette (Franz von Suppé). Aus dem klassischen Genre folgte die Polka „Böhmischer Leckerbissen“, bevor die Darbietungen in die Pop- und Musical-Richtung wechselten: „Nessaja“ (Peter Maffay), James Last Golden Hits, eine Melodienauswahl aus „Starlight Express“ und zum krönenden Abschluss „Queen in Concert“ mit vier Erfolgen der britischen Band.

    Höchste Punktzahl

    Mit den Darbietungen bewies die Kapelle, dass sie ihrer „Zehner-Wertung“ (höchste Punktzahl) in der Mittelstufe bei den Wertungsspielen im Mai weiterhin gerecht wird. Ergänzt durch zwei Rückkehrer – Regina Geisler und Robert Stangl – sowie Darija Markovic, die nach dem Ablegen des Musiker-Leistungsabzeichens in Silber erstmals im Orchester mitspielte, präsentierte sich der Musikverein Hofstetten-Hagenheim als harmonisch zusammenspielendes und harmonisch klingendes Ensemble. „Meine Musiker üben, wenn es sein muss“, berichtete Dirigent Scharding aus den wöchentlichen Proben, „es ist bis zum Letzten ein spannendes Unterfangen“.

    Durch die beständige Ausbildung von Nachwuchstalenten an der Bläserschule Lechrain sorgt der Verein dafür, dass das Orchester „als Klangkörper komplett klingt“, wie Vorsitzender Berthold Glogger sagte. (res)

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