Startseite
Icon Pfeil nach unten
Landsberg
Icon Pfeil nach unten
Schwifting
Icon Pfeil nach unten

Sanierung: Zu Weihnachten gibt es ein neues Dach

Sanierung

Zu Weihnachten gibt es ein neues Dach

  • |
  • |
  • |
    Momentan ist die Schwiftinger Pfarrkirche St. Pankratius noch eingerüstet. Das Dach erstrahlt bereits in neuer Farbe. In den vergangenen Wochen wurde es neu eingedeckt.
    Momentan ist die Schwiftinger Pfarrkirche St. Pankratius noch eingerüstet. Das Dach erstrahlt bereits in neuer Farbe. In den vergangenen Wochen wurde es neu eingedeckt. Foto: Fotos: Thorsten Jordan

    Schwifting Immer wieder haben Kirchenpfleger und Mesner von St. Pankratius in Schwifting in vergangenen Wintern zur Schneeschaufel gegriffen. An sich nichts Ungewöhnliches. Doch die Schneeschaufel kam auf dem Speicher der Kirche zum Einsatz. Denn das Dach des Gotteshauses war so marode, dass zwischen den einzelnen Platten breite Ritzen klafften. Damit ist jetzt Schluss: Nach mehreren Jahren zäher Verhandlungen haben die Denkmalschutzbehörden den Austausch der alten Dachziegel gegen neue genehmigt. Bis zum Samstag sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

    Die aus dem 15. Jahrhundert stammende Pfarrkirche St. Pankratius ist eingerüstet. Das Kirchendach, das bis vor Kurzem noch einem mehrfarbigen Flickenteppich geähnelt hat, gibt jetzt ein gleichfarbiges Bild in kräftigem Ziegelrot ab. Die Zimmerer haben gestern ihre Arbeiten abgeschlossen, und bis zum Wochenende soll alles fertig sein. Pfarrer Martin Rudolph und Kirchenpfleger Heribert Maier wirken erleichtert. Hinter der Pfarrei liegen einige Jahre, in denen mit den Denkmalbehörden verhandelt wurde. Denn das Landesamt für Denkmalpflege hatte sich – wie vom LT berichtet – gegen einen Komplettaustausch der handgestrichenen Ziegel aus der Barockzeit ausgesprochen, nachdem die Kirchenstiftung erstmals im November 2004 bei der Bischöflichen Finanzkammer Augsburg einen Antrag auf Erneuerung des Daches gestellt hatte.

    Freiwillige haben das alte Dach abgedeckt

    „Das mit den Behörden hat sich sehr in die Länge gezogen“, blickt Pfarrer Martin Rudolph zurück. Nach einem Ortstermin im April 2009 gab es einen ersten Konsens. Es wurde vom Denkmalamt veranlasst, Musterflächen des Daches zur weiteren Beurteilung mit Mörtel zu verschließen. „Aber das hätte das Problem nicht gelöst. Denn die Temperaturschwankungen haben ja dafür gesorgt, dass der Mörtel zwischen den Platten abgefallen ist und das Dach undicht gemacht hat.“ Im Mai dieses Jahres kam schließlich der von der Kirchenstiftung lang ersehnte Bescheid zur Neueindeckung des Daches. Ende November wurde mit den Arbeiten begonnen. „Viele freiwillige Helfer haben mit angepackt, das alte Dach abzudecken“, sagt Kirchenpfleger Heribert Maier. Danach rückten die Zimmerer und Dachdecker an, verschalten den Dachstuhl, dichteten ab und tauschten einen maroden Balken des Dachstuhls aus, bevor die neuen Platten aufgelegt werden konnten. Was noch erfolgt, ist die Montage des Blitzableiters und der Schneefanggitter.

    Während man vor einigen Jahren von Kosten zwischen 90 000 und 120 000 Euro ausgegangen war, kam mit den drei eingegangenen Angeboten eine erfreuliche Nachricht. „Das neue Dach kostet 85 000 Euro“, so der Kirchenpfleger. 60 Prozent davon übernimmt die Diözese, den Rest die Kirchenstiftung. Bereits in der Vergangenheit hatte es mehrfach Spendenaktionen zugunsten eines neuen Daches für St. Pankratius gegeben. „Die Finanzierung unsererseits ist nahezu gedeckt“, sagt Maier. Und mit dem neu eingedeckten Dach können nun Weihnachten und die weiße Pracht kommen. Pfarrer Martin Rudolph: „Jetzt freuen wir uns auf Schnee. Denn künftig liegt er auf dem Dach, und nicht mehr unter dem Dach.“

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden