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Leader: Zu wenige Bürger reden mit

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Zu wenige Bürger reden mit

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    Peter Nonnenmühlen aus Eching ist der örtliche LAG-Manager.
    Peter Nonnenmühlen aus Eching ist der örtliche LAG-Manager. Foto: Foto: Archiv

    Holzhausen Halbzeit für die Leaderaktionsgruppe (LAG) Ammersee: Die Antragsphase für Projekte läuft noch bis Ende 2013, umgesetzt werden müssen sie bis 2015. Das EU-Programm ist laut Landwirtschaftsministerium „ein Förderinstrument, das auf die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt ganzer Regionen ausgerichtet ist“. Es steht unter dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“.

    Das Programm läuft in Bayern laut Irmgard Neu-Schmid vom Amt für Landwirtschaft und Ernährung Ingolstadt schleppend. Neu-Schmid ist durch eine Umstrukturierung der Landwirtschaftsverwaltung Nachfolgerin von Sebastian Wittmoser als Leader-Managerin. Sie hat bereits Erfahrung mit den Ammersee-Projekten, da sie zuvor in der Bewilligungsstelle für die Förderung tätig war. Sie hat sich am Mittwoch in der Mitgliederversammlung vorgestellt.

    Dass nicht genügend Gelder durch die LAGs abgefragt werden, ist problematisch, da laut EU-Bestimmungen fünf Prozent der ELER-Fördersumme für Leader fließen muss, wie Neu-Schmid erläuterte. ELER ist der EU-Fördertopf für die ländliche Entwicklung. Bleibe es unter den fünf Prozent, komme es zu ELER-Kürzungen. So wurde seitens des Leaderfinanzmanagements eine Mindestbewilligungshöhe von 500000 Euro zum Stichtag 31. Oktober festgelegt. Die Differenz, die nicht abgeschöpft wird, kommt in den allgemeinen Topf, aus dem andere LAGs gefördert werden können. Die Förder-obergrenze von 1,3 Millionen Euro kann sich dann mindern.

    Die LAG Ammersee liegt mit 316000 Euro an bewilligten Zuschüssen darunter, da ein großes Projekt, die Brunnenanlage am Ammerseegymnasium (LT berichtete), wegfiel und die LAG wegen der Abwahl des damaligen Pähler Bürgermeisters, der LAG-Vorsitzender war, Zeit verlor.

    LAG-Manager Peter Nonnenmühlen berichtete über Projekte, die schon umgesetzt sind. Nonnenmühlen hatte auch gehofft, dass die Biomassevergärung der Kläranlage Eching als großes Projekt mit 400000 Euro Investitionssumme und 200000 Euro Förderung rechtzeitig bewilligt wird. Wie Neu-Schmid gegenüber dem LT erläuterte, geht es hier um die interkommunale Zusammenarbeit der Landkreise, sowie die Biomassevergärung in der Anlage selbst als innovatives Projekt. Der Neubau der Kneipp-Anlage in Dießen sowie eine Katalogisierung der Pilze in der Ammerseeregion sind weitere Themenbereiche, für die Anträge laufen. „Wir wollen die Projekte in drei Wochen durchbekommen“, so Nonnenmühlen. Bereits am Laufen ist das Projekt „Rad- und Wanderwege“. Hier wurden Mitarbeiter der Hochschule Nürtingen beauftragt.

    In Vorbereitung sind unter anderem die „Blühenden Landschaften“, eine Idee blumenreiche Wiesen zu schaffen, das Konzept regionale Siedlung und Infrastruktur, ein Konzept nachhaltige Energie, die Wiederbelebung alter Haus- und Hofnamen und ein Netzwerk „Lernort Bauernhof“.

    Übers Weitermachen muss diskutiert werden

    Ab 2012 werde sich die LAG Ammersee Gedanken machen müssen, ob man weitermachen will, so Vorsitzender Hans-Jürgen Böckelmann. Er machte darauf aufmerksam, dass vor Ort Aktivitäten stattfinden müssten, und nicht nur die Gemeinden dahinterstehen dürften. „Es ist wichtig, dass es Bürgerbeteiligung gibt, das wird von Leader gefordert.“ Die Arbeitsgemeinschaften sind aber laut Schriftführer Klaus Horney „weitgehend eingeschlafen“.

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