Zur 850-Jahr-Feier noch einmal an drei Tagen auf Rossmarkt und Infanterieplatz Von Dieter Schöndorfer

Das Stadtfest, einer der Höhepunkte des Landsberger Jubiläumsjahres anlässlich des 850. Geburtstages der Lechstadt, wird das letzte in dieser Art sein. Schon im kommenden Jahr, das scheint festzustehen, führen die Organisatoren die Feierlichkeiten wieder auf einen einzigen Tag zurück.
So wie es früher war, zurück zur Tradition. Das scheinen die Beweggründe zu sein, das Landsberger Stadtfest nur noch in diesem Jahr von Freitag, 20. Juli, bis Sonntag, 22. Juli, im Innenstadtbereich ablaufen zu lassen. Anton Sirch, Chef von FUN, dem Freizeit-, Unterhaltung- und Nutzungsmanagement der Stadt, führt noch einen weiteren Grund ins Feld für die Rückkehr zur ursprünglichen Festform, die allerdings keinen Rückschritt bedeuten soll: „Der organisatorische Aufwand für so ein lange dauerndes Fest ist sehr groß und kaum darstellbar.“ In diesem, dem 850. Jubiläumsjahr sei dies jedoch noch einmal etwas anderes.
Auffälligstes Alleinstellungsmerkmal des Stadtfestes 2012: Es findet nicht am Hauptplatz, sondern gleichzeitig auf dem Infanterieplatz und dem Rossmarkt statt. Geschuldet ist dieser Umzug dem derzeitigen Hauptplatzumbau und den dazugehörenden Maßnahmen.
Dass die thematische Orientierung wieder in Richtung Landsberger Tradition geht – einst war das Stadtfest als großer bayerischer Biergarten konzipiert – ist unter anderem an der Auswahl der Beteiligten zu erkennen. So übernimmt die „dienstälteste Gastronomie“ um Karl Matheis („Süßbräu“) den Generalausschank, andere Landsberger Gastronomen beteiligen sich mit ihren Angeboten an der Versorgung. Dazu gehören laut Sirch indische Küche genauso wie italienische Spezialitäten
Der Platz vor dem Vermessungsamt und der Stadtbücherei wird zum Standort für ein kleines Hand-Riesenrad und ein original 60er-Jahre-Kinderkarussell. Vor der Stadtbücherei präsentieren sich ein wenig abseits des Festtrubels historische Handwerker, und Filmemacher Rudolf Gilk wird drei Filme mit einem Landsberger Bezug zeigen, unter anderem den von ihm produzierten aktuellen Stadtfilm wie auch einen Film über das Salz.
Entscheidender Tag wird der 18. Juli sein: Dann wird endgültig festgelegt, ob das Stadtfest vom Wetter her gesehen tatsächlich stattfinden kann. Ein Ersatztermin ist nämlich nicht vorgesehen.
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