Marion Menzel scheidet im Halbfinale der Bayerischen aus. Kaufering holt trotzdem wieder einige Medaillen

Kaufering Bei den bayerischen Meisterschaften der Junioren (U 20) in Weilheim gingen fünf Fechter des VfL Kaufering an den Start.
Als einziger Florett-Fechter des VfL Kaufering belegte Daniel Martin einen doch etwas enttäuschenden 10. Platz. Mit dem Degen lief es für die VfL-Athleten dann bedeutend besser.
Mit vier Siegen in der Vorrunde schaffte Daniel souverän den Einzug unter die besten 16 Teilnehmer. Dort gewann er gegen den Münchner Jonas Löhnert mit 15:7 und Felician Gasser (Oberammergau) mit 15:9. Gegen den späteren bayerischen Meister, den Fuchstaler Christian Büttner vom TV Kaufbeuren, lag er überraschend lange in Führung, verlor dann aber doch mit 13:15. Mit Rang 6 konnte der 18-Jährige aber sehr zufrieden sein.
Noch besser begann es bei Wolfgang Menzel. Nach einer 3:4-Auftaktniederlage gegen den späteren Vizemeister Wulff Bott (TG Schweinfurt) dominierte er die nächsten 5 Gefechte nach Belieben (25:4 Treffer). In der Direktausscheidung folgten Siege gegen Stephan Sieber (TV Kaufbeuren) und Maximilian Rehberger (TG Schweinfurt) mit 15:12. Im Viertelfinale traf Menzel dann erneut auf Rehberger, der sich über den Hoffnungslauf doch noch unter die besten acht gekämpft hatte, und diesmal verlor er mit 13:15. Die Medaille war weg, stattdessen „nur“ Rang 5 im ersten U-20-Turnier des 14-jährigen Kauferingers, der in der neuen Saison für den MTV München starten wird.
Auch Joffrey Reiser (19) konnte mit seinem 9. Platz sehr zufrieden sein. Schließlich fechtet er erst etwas länger als ein Jahr, und er brachte „Routinier“ Leonhard Waldmüller (Marktredwitz) erheblich ins Schwitzen. Aber auch bei Joffrey endete der Wettkampf mit einer 13:15-Niederlage.
Mit der Mannschaft verloren Martin, Menzel und Reiser das Halbfinale mit 36:45 gegen den TV Kaufbeuren. In der abschließenden Begegnung um Platz 3 wurden die Fechter des TSV Oberammergau mit 45:28-Treffern besiegt – damit gab es für die Kauferinger noch Bronze.
Im Damendegen hatte Marion Menzel (16) einen guten Lauf, gewann alle ihre Vorrunden-Gefechte und auch die Kämpfe in der Direktausscheidung deutlich.
Im Halbfinale gegen Anna-Lea Ulm (Schwaben Augsburg) wurde es aber richtig spannend. Lange Zeit lief Marion einem Rückstand hinterher, und als sie dann endlich mit 8:7 in Führung lag, folgte ein Moment der Unaufmerksamkeit, und die Augsburgerin konnte ausgleichen. 10 Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit folgte der überraschende Führungstreffer für Ulm. Menzel musste nun angreifen und lief ins offene Messer – 9:12 und ausgeschieden.
Immerhin holte sie ihre dritte Bronzemedaille bei bayerischen Meisterschaften in diesem Jahr. Zuvor schon Rang 3 bei den Aktiven im März und der A-Jugend (U 17) im April.
Mehr als ein kleiner Trost war da die Goldmedaille mit der Startgemeinschaft VfL Kaufering/TG Schweinfurt im Mannschaftswettbewerb, zumal es auch für Marion Menzel der letzte Start für den VfL Kaufering war (auch sie wechselt zum MTV München).
Die 17-jährige VfL-Fechterin Aileen Schallenkammer, bei der im Einzel fast gar nichts klappen wollte (nur Rang 14 für die Siebte der bayerischen Rangliste), erreichte mit Menzel und der Schweinfurterin Sarah Wittmann gegen die Fechterinnen vom TSV Oberammergau mit 45:24-Treffern das Finale.
Auch gegen die Mädels vom TSV Neu-Ulm konnten sich die drei mit 45:35 durchsetzten und den Titel eines bayerischen Mannschaftsmeisters der Juniorinnen mit nach Hause nehmen. (lt)
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