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Jahreskonzert: Der Musikverein Stetten zog alle Register

Jahreskonzert

Der Musikverein Stetten zog alle Register

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    Mit seinem Trompetensolo begeisterte Werner Zingerle. Die „Silberfäden“schienen förmlich durch den Raum zu schweben.
    Mit seinem Trompetensolo begeisterte Werner Zingerle. Die „Silberfäden“schienen förmlich durch den Raum zu schweben. Foto: Fotos: Schmid

    Stetten Musik verzaubert, sie ist immer wieder ein Mysterium. Das zeigte sich beim Jahreskonzert des Musikvereins Stetten unter anderem mit dem sehr ruhigen, getragenen Werk „O Magnum Mysterium“ von Morton Lauridsen. Der erst 25-jährige Dirigent Florian Strobel hatte bei der Auswahl der Stücke wahrlich alle Register gezogen. Was sehr sportlich mit der „Olympic Fanfare And Theme“ (Todd Stalter) der Olympiade von 1984 in Los Angeles begann, endete mit einem bunten Filmmusikspecial von Ennio Morricone.

    Alles, was dazwischen angesiedelt war, waren Momente der Verzauberung, wie die „Second Suite in F“ von Gustav Holst, einer Melodienfolge englischer Titel wie „Morris Dance“, „Swansea Town“ oder dem Liebeslied „I’ll love my love“, bis hin zum Besuch beim Schmied mit dem „Song of the Blacksmith“, um nur einige zu nennen.

    „Silva Nigra“ von Markus Gätz entführte in den „dunklen Tann“, wie der Schwarzwald bei Wilhelm Hauff in seiner Erzählung „Das kalte Herz“ genannt wird. Das Geheimnisvolle, die tiefen Schluchten und die undurchdringlichen Wälder konnten in Gedanken Revue passieren. Mit den langen, unglaublich gerade gewachsenen Stämmen der Tannen, die die Holländer für ihre Hochseesegelschiffe brauchten, ging es „Mit vollen Segeln“ (Klaus Strobl) auf große Fahrt. Werner Zingerle an seiner Trompete ließ die „Silberfäden“, komponiert von Freek Mestrini, aufleuchten. Natürlich fehlte die Polka „Böhmischer Zauber“ von Kurt Pascher nicht.

    Für flotte, moderne Klänge sorgte der „Nicki Potpourri“. Da sie selbst wohl verhindert war und nicht kommen konnte, war es die Flötistin und Moderatorin Susanne Kuhn, die die Schlager zum Besten gab und den Gästen zurief: „Servus, mach’s guat“ oder darauf bestand „I bin a bayerisches Cowgirl“.

    Als weitere Moderatorin führte Daniela Weiher informativ durch das Programm. Die einzelnen Titel konnten als Power-Präsentation, erarbeitet von Monika Häring, auf einer Leinwand „verfolgt“ werden. Sie war es auch, die zu Beginn die Jungmusikanten des Vereins beim „Glenn Crossing“ und den charmanten „Ballett“-Darbietungen im „Flutes at the Ballet“ dirigierte. Schließlich heißt es auch in Stetten: Früh übt sich, was ein Meister werden will.

    Den vielen Dankesworten schloss sich der Dirigent an. Er bedankte sich bei seinen Musikern. Sie hätten es nicht immer leicht mit der von ihm ausgesuchten Literatur. Dem Publikum sagte er: „Es gibt nichts Schöneres, als vor einem vollen Haus zu spielen.“ Das hat Roswitha Jall gewiss auch schon oft erfahren dürfen. Sie wurde in diesem schönen Rahmen für zehn Jahre als Dirigentin geehrt. Da sie auch eine hervorragende Stabsführerin in Sachen Marschmusik ist, dirigierte sie den neu einstudierten Marsch „Freude zur Musik“ als erste Zugabe. Bei der zweiten Zugabe führte Martin Häring an der Bongo-Trommel die Gäste nach Afrika. Gemeinsam spielte er mit der Musikkapelle das Stück „Maraba blue“. (sid)

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