Bei den Spennesbergers hat sogar der Hund einen Weihnachtsmannmantel. Zwergpinscher Luna ist sieben Monate alt; und damit das zarte Hündchen in seinem ersten Winter nicht friert, muss es beim Gassigehen immer was anziehen. Jetzt, so kurz vor Weihnachten, ist es der rote Plüschmantel mit dem weißen Kragen und dem schwarzen Gürtel.
Nicht nur Hund Luna, sondern auch Herrchen und Frauchen sind schon voll auf Weihnachten eingestellt. Und Weihnachten heißt bei Manuela und Andreas Spennesberger vor allem: Es muss leuchten. Aber nicht bunt und blinkend, sondern stilvoll in Weiß.
„Die Leidenschaft hab ich von Daheim“, sagt Andreas Spennesberger. Schon früher hat er sich jedes Jahr gefreut, wenn er mit dem Vater zusammen die große Fichte im Garten schmücken durfte. Und die Freude am Beleuchten hat er mit in die Ehe gebracht. „Spätestens am ersten Advent muss alles leuchten“, sagt er. „Das Wetter ist mir wurst.“Seit vier Jahren wohnen die Spennesbergers in ihrem Haus in Wiedergeltingen und seit vier Jahren beleuchtet Andreas Spennesberger das Haus. Draußen und drinnen. Eineinhalb Tage braucht er dafür. Eine große Herausforderung ist es auch, die Zeitschaltuhren richtig einzustellen: Damit alle Lichter möglichst gleichzeitig angehen.
Manuela Spennesberger muss ab und zu seufzen. Manchmal hat ihr der Ehemann ein bisschen zu viel Elan. „Ich bin die, die an den Stromzähler denkt“, sagt sie. Er entgegnet: „Mittlerweile haben wir ja schon ein paar LED-Ketten.“ Die brauchen ja kaum noch Strom.
Aber zu den Lichterketten kommen eben auch noch Sternenketten, Rentier, Eisbär, Schneemann, Tannenbaum. Und nicht zu vergessen die hölzernen Schwibbögen in den Fenstern. Jedes Jahr kommen natürlich neue Leuchtobjekte dazu.
Dafür klappert Andreas Spennesberger alle Läden und Baumärkte in der Umgebung ab. Seine neueste Errungenschaft ist der große Schneemann, der die Besucher am Eingang begrüßt. „Ich habe gehofft, der ist nur Deko“, sagt Manuela Spennesberger, als sie im Baumarkt vor der lebensgroßen Leuchte standen. Aber ihr Mann konnte ihn tatsächlich kaufen.
Praktischerweise hat er auch noch Ende November Geburtstag. Da wissen die Gäste immer ein passendes Geschenk: noch mehr Lichter. Nächstes Jahr will Andreas Spennesberger mit der Hebebühne den Dachspitz beleuchten. „Und mein Traum ist ein Lichternetz über dem Kamin.“ Seine Frau muss nochmal seufzen und meint: „Für Weihnachten ist mein Mann zuständig.“ Den Weihnachtsmannmantel zieht sie ihrem Hund trotzdem gerne an.