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Dreifachturnhalle: Der Zwist geht weiter

Dreifachturnhalle

Der Zwist geht weiter

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    Das Bürgerforum Bad Wörishofen wehrt sich vehement gegen Kritik von SPD-Fraktionssprecher Stefan Ibel. Derweil stellt FCW-Präsident und SPD-Fraktionsmitglied Jürgen Thiemann die Vermutung an, das eigentliche Ziel der Standortdebatte bestehe darin, „die Amtszeit von Altbürgermeister Klaus Holetschek auf diese Weise exemplarisch zu diskreditieren“.

    Der stellvertretende Vorsitzende des Bürgerforums Bad Wörishofen, Heinrich Dietz, hat sich zu Wort gemeldet, um die Kritik am Vereinsvorsitzenden Michael Moser zu kommentieren. „Die bibel- oder kirchenorientierte Haltung des SPD-Fraktionssprechers Ibel kenne ich nicht“, schreibt Dietz. „Aber seine negative Äußerung zum Vorsitzenden des Bürgerforums ist völlig abwegig und geschmacklos.“ Ibel hatte gesagt, „dass Moser nicht der kommunalpolitische Messias ist und seine Vereinssitzungen nicht das Jüngste Gericht sind, vor dem die armen Sünder zu erscheinen haben“.

    Moser habe lediglich darauf hingewiesen, dass das die Diskussionsplattform Bürgerforum auch allen Parteivertretern offen stehe.

    Dem Verein gehe es um die Auseinandersetzung darüber, ob man eine Dreifachturnhalle am Standort der bisherigen Schulturnhalle benötigt, die Stadt dies finanziell verkraftet und ob „der personell weitgehend neu besetzte Stadtrat zum bloßen Vollzugsorgan“ der Beschlüsse des früheren Stadtrats „gezwungen werden soll“. Im Raum steht ein Bürgerbegehren. Die Mitglieder des Bürgerforums stimmten gestern Abend in einer nicht öffentlichen Sitzung über die Einreichung ab. Das Ergebnis war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht bekannt. Dietz bringt ebenfalls die Sanierung der vorhandenen Zweifachturnhallen als sparsamere Lösung ins Spiel. Eine Dreifachhalle bleibe dann „als wichtiges Zukunftsprojekt erhalten“.

    Jürgen Thiemann sagt dagegen: „Wenn ein einstimmiger Stadtratsbeschluss per Bürgerbegehren gekippt werden soll, kann das Misstrauen gegen den vorhergehenden Stadtrat kaum deutlicher zum Ausdruck gebracht werden.“

    Zudem habe das aktuelle Projekt „mit dem Sportstättenkonzept von 2006 hat die Halle überhaupt nichts zu tun“.

    Der Bau einer Sporthalle an anderer Stelle, etwa beim Stadiongelände, würde die Stadt samt Sanierung der Schulturnhalle auf jeden Fall teurer zu stehen kommen, ist Thiemann überzeugt. Diese Variante hatte der Unternehmer Helmut Settele ins Spiel gebracht.

    Für ihn sei wichtig, dass in der hitzigen Diskussion klar wird, dass „es sich bei diesem Projekt um eine vom Freistaat geförderte Schulturnhalle handelt, die von den Vereinen mitgenutzt werden soll“, so Thiemann.

    Zum Bürgerforum hat er eine klare Meinung: „Ich glaube auch nicht, dass es das Bürgerforum überhaupt geben würde, wenn Herr Moser zum Bürgermeister oder in den Stadtrat gewählt worden wäre.“

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