Oberrieden Die beiden Jahreskonzerte in der vollbesetzten Sporthalle waren weitere Höhepunkte im Jubiläumsjahr der Musikkapelle Oberrieden.
Andreas Rest aus Schwabegg, der die musikalische Leitung für dieKonzerte übernahm, hat die Stücke nach seinen gewonnenen menschlichen Eindrücken der Musiker und deren fachlichen Qualitäten zusammengestellt, was ihm vorzüglich gelungen ist.
Durch das abwechslungsreiche Programm führte Johanna Schuster.
Nach dem klassischen Eröffnungsstück „Jupiter Hymne“ von Gustav Holst, arrangiert von Johan de Meij präsentierten die Musiker das Hauptstück des Abends. Johann de Meij hat die Geschichte vom „Herrn der Ringe“ zu einer Sinfonie vertont. Der letzten der fünf Teile, der als Höchststufenstück gilt, wurde von den Musikern mit Bravour umgesetzt.
Barbara Klein an der Trompete und Sonja Wiedemann am Waldhorn kündigten im Werk „Il Postiglione d‘Amore“ (auf Deutsch: Der Liebesbote) einer Ouvertüre im Stil von Giacomo Rossini, den herannahenden Boten an, der der Gräfin die Botschaft überbringt, dass der Graf bald nach Hause kommt. Dieses flotte, großartig gespielte Stück blieb im Ohr hängen.
Als Zeichen ihrer Programmvielfalt spielten die Musiker die Festkomposition „Celebration and Dance“, die der Komponist Gilbert Tinner für das größte Musikfestival der Welt, das 2011 in der Schweiz stattfand, komponiert hat. Das Stück besteht aus einer Fanfare, einem festlichen Hymnus, einem tänzerischen Teil und endet mit einem großen Finale.
Auch Klassiker von Udo Jürgens waren dabei
Auch vom zweiten Teil des Konzertes war das Publikum angetan. Zwei Stücke des Laubener Komponisten Kurt Gäble folgten nach der Pause. Der Konzertmarsch „Marcia Augustana“ und das Medley „Udo Jürgens live“ mit den bekanntesten Stücken des erfolgreichen Künstlers.
Passend zur Weihnachtszeit folgten weihnachtliche Melodien „Christmas Classics“ und eine „Schlittenfahrt in den Alpen“.
Eine andere Stilrichtung kam bei dem Stück „Birdland“ ins Spiel. Die Hommage des Österreichers Joe Zawinul an den legendären New Yorker Jazzclub gleichen Namens im Arrangement von Manfred Schneider wurde von Martin Geiger dirigiert.
Ganz bewusst setzte Andreas Rest an das Ende der beiden Programmblöcke ein Gesangsstück, mit denen er sich für das gute Miteinander bedanken wollte. „Wo ich auch stehe“ von Albert Frey geschrieben und von Dagmar Geiger gesungen, sowie das Lied „Ich bin ich“, den größten Erfolg von Rosenstolz, gesungen von Sonja Wiedemann.
„Einfach das Wort „Ich“ durch ein „Wir“ ersetzt, schon zeigt sich, was eine gute Blasmusik ausmacht, nämlich eine starke Gemeinschaft sowie die Liebe zur Blasmusik“, erklärte der Gastdirigent.
Dass die Harmonie zwischen den Musikern und dem Mann am Pult intakt war, konnte man am lang anhaltenden Applaus feststellen. Die Musiker bedankten sich dafür mit einigen Zugaben. Mit der letzten Zugabe „Ein Festtag der Blasmusik“, einer Polka von F. X. Holzhauser legte Andreas Rest als Dirigent der Musikkapelle Oberrieden seinen Taktstock nieder.
Den Dankesworten von Vorstand Horst Waigel konnte man entnehmen, dass die Musikkapelle Oberrieden nicht nur einen guten musikalischen Leiter, sondern auch einen lieb gewonnenen Freund verabschieden muss. (amr)