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Einweihung: Ein Ort hat sich erneuert

Einweihung

Ein Ort hat sich erneuert

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    Dieter Preisinger von der Teilnehmergemeinschaft Anhofen vor der neuen Zugspitzstraße: Zum Ausruhen blieb ihm in den vergangenen Monaten kaum Zeit.
    Dieter Preisinger von der Teilnehmergemeinschaft Anhofen vor der neuen Zugspitzstraße: Zum Ausruhen blieb ihm in den vergangenen Monaten kaum Zeit. Foto: Foto: baus

    Anhofen Von seiner Dachterrasse in Anhofen aus sieht Dieter Preisinger das Schloss in Markt Wald, Bürgle, Oberneufnach und natürlich Anhofen selbst. Bis vor kurzem bestimmten hier Lastwagen, Bagger und andere Baumaschinen das Bild. Sie waren zur Dorferneuerung angerollt (wir berichteten) und Dieter Preisinger hat ihnen nicht etwa vom Balkon aus zugesehen, sondern war als so genannter örtlicher Beauftragter der Teilnehmergemeinschaft mittendrin.

    Auch jetzt ist er das: Er zeigt auf die noch ein wenig spärlichen Halme des neuen Schotterrasens zwischen der frisch asphaltierten Fahrbahn und den Gehwegen und erklärt, dass schon bald Autos darauf parken können. Er lobt die Anwohner, die so kooperativ mitgezogen und die Dorferneuerung teils auch auf ihre Privatgrundstücke übertragen haben. „Der Zaun hier ist ganz neu“, sagt er anerkennend. Er grüßt lächelnd in jedes vorbeikommende Auto und runzelt beim Anblick des Gerüsts an der Kapelle sorgenvoll die Stirn. Bis zum feierlichen Abschluss der Dorferneuerung am Sonntag, 3. Juli, soll sie frisch geweißelt sein, da bleibt nicht mehr viel Zeit.

    Auch der Festplatz am ehemaligen Bahnhof entspricht noch nicht ganz seinen Vorstellungen. Der alte Putz des Lagerhauses, das die Vereine als Fundus-Halle nutzen können, wurde teilweise abgeschlagen, aber noch nicht erneuert. „So kann das nicht bleiben. Wie sieht das denn aus?“ Jetzt, wo ringsum alles so schön geworden ist und zudem der Bahnhof 100. Geburtstag feiert.

    Doch auch wenn hier noch das ein oder andere zu tun ist, das Programm des Fests steht bereits: Es beginnt um 8.30 Uhr mit dem Patrozinium in der Filialkirche St. Ulrich in Steinekirch. Ab 10 Uhr können sich die Besucher am Festplatz in Anhofen für die Besichtigung der neuen Verkehrsanlagen stärken. Treffpunkt dafür ist um 10.30 Uhr an der Kapelle. Dort wird das „neue Gewand“ Anhofens dann um 11 Uhr auch gesegnet. Wie das Dorf über Monate hinweg in selbiges geschlüpft ist, zeigen Bilder im ehemaligen Bahnhofsgebäude.

    Passend zum 100-jährigen Bestehen gibt es dort auch eine Präsentation zur Geschichte der Staudenbahn, die an diesem Tag zweimal zwischen Augsburg und Anhofen verkehrt. Außerdem soll es eine Sonderfahrt geben: Ortschronist Michael Endler hat herausgefunden, dass vor 100 Jahren alle Schulkinder gratis mit der Bahn fahren durften. Was läge also näher, als diese Aktion zum Jubiläum zu wiederholen?

    Die Bahn freilich ist nicht das einzige Verkehrsmittel mit Geschichte, das beim Dorffest zu sehen sein wird: Die Mitglieder des Radfahrvereins Markt Wald werden ihre historischen Fahrräder vorführen und die Freunde alter Bulldogs ihre Oldtimer. Daneben werden Kutschfahrten, Ponyreiten und ein Streichelzoo angeboten. Und dann wird noch die Handhabung des Geräts demonstriert, das die Anhofener mit dem Erlös früherer Dorffeste finanziert haben: der neue Defibrillator am Feuerwehrhaus. (baus)

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