Die Dame möchte mit Hilfsmitteln wie Haarverlängerungen, knapper Kleidung und Botox ihre Jugend bewahren. Doch wer genau hinschaut, entdeckt Details wie Erwachsenenwindeln – sie zeigen, dass man sich gegen das Älterwerden nicht zur Wehr setzen kann.
Viktoria Weber (Q 12) ist eine der Schulsiegerinnen des Europäischen Wettbewerbs am Türkheimer Gymnasium. Sie zeigt mit ihrer Collage, wie sich das Leben im Alter wandelt. Die Gesellschaft wird immer älter, möchte aber immer länger jung bleiben – so lautet die Kernbotschaft ihres Bildes.
Die Europäische Union hat das Jahr 2012 zum „Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ ausgerufen. Der Europäische Wettbewerb, an dem Schüler des Türkheimer Joseph-Bernhart-Gymnasiums mit Kunstbeiträgen teilgenommen haben, steht deshalb dieses Jahr unter dem Motto „Europa: meine – deine – unsere Zukunft“. In Türkheim wurden jetzt die Schulsieger in zwei Altersgruppen ausgezeichnet.
Die Schüler der Klassen 5 bis 7 sollten mit ihren Bildern das Zusammenleben mehrerer Generationen darstellen. Sie konnten allein oder in einer Gruppe aus bis zu vier Schülern teilnehmen. Dieses Jahr nahmen die Türkheimer Schüler sehr eifrig teil.
Besonders freute sich die verantwortliche Kunstlehrerin Agnes Sell darüber, dass diesmal auch eine Schülerin der Oberstufe, Viktoria Weber, kurz vor ihrem Abitur Stifte und Pinsel zur Hand nahm und das Thema für die Oberstufe „Demographiewandler“ künstlerisch umsetzte.
Auch die Bilder der Gewinner der Unterstufe sind voll gepackt mit Ideen. Einige der Motive übertrugen das Zusammenleben mehrerer Generationen auf das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Auf einem Bild sieht man zum Beispiel im gleichen Haus das Familienleben im Mittelalter und das in der Zukunft. Auch andere Arbeiten zeigen, wie verschiedene Generationen in der Vergangenheit zusammenlebten, zum Beispiel in der Steinzeit oder in einem Indianerdorf.
Vom Türkheimer Gymnasium haben es schon mehrere Schüler bis zum Bundessieg geschafft. Auf ähnliche Erfolge hofft Kuntslehrerin Agnes Sell auch dieses Jahr.