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Theater: Eine heiße Nacht

Theater

Eine heiße Nacht

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    Opa Otto Schaaf (Michael Maier, von links), Opa Rudi Spitz (Alfred Weber), „Eische“ (Ines Haar), der Pfleger Helmut (Tilo Ußner) und Krankenschwester Monika (Angela Wagner) sind am Diskutieren.
    Opa Otto Schaaf (Michael Maier, von links), Opa Rudi Spitz (Alfred Weber), „Eische“ (Ines Haar), der Pfleger Helmut (Tilo Ußner) und Krankenschwester Monika (Angela Wagner) sind am Diskutieren.

    Kammlach Wie sehr wünschen die Menschen sich die Erfüllung ihrer Träume – unabhängig vom Alter! So ist es auch bei Opa Rudi Spitz (Alfred Weber) und Opa Otto Schaaf (Michael Maier). Doch wie können sie sich ihren Lebensabendtraum vom „Großereignis“ erfüllen? Hilft ihnen Helmut, ein Pfleger in ihrem Altenheim (Tilo Ußner)? Die letzten Ersparnisse von Opa Otto sollen für den „Rabatz im Altenheim“ ausgegeben werden.

    Noch einmal zwei junge, wohl gebaute Frauen erobern und mit ihnen eine aufregende Nacht erleben, das ist ihr großer Wunsch! Doch dazu brauchen sie – altersbedingt, so glauben sie – medizinische Unterstützung. Zwei Viagrapillen wären die Rettung. Helmut soll diese ebenso besorgen wie sonst den Schnaps und die gewissen Zeitschriften. Doch Helmut ist ein Schlitzohr. Er stimmt der Aktion zu und will auch die „Mädels“ bringen. Und das alles, während die anderen Heimbewohner in der Kirche sind. Denn Rudi und Otto gehen ja sowieso nie hin.

    Helmut plant, die Pillen gegen zwei starke blaue Schlaftabletten auszutauschen. Und woher nimmt er die Mädels? Gegen ein „redlich“ geteiltes Entgelt machen Krankenschwester Monika (Angela Wagner), sehr angetan von den Annäherungsversuchen Helmuts, und die türkische Putzfrau „Eische“ (Ines Haar) mit. Sie verwandeln sich mithilfe des Theaterfundus in zwei Damen aus dem Rotlichtmilieu. Und die Opas? Sie sind am nächsten Morgen fest davon überzeugt, eine unglaubliche Nacht erlebt zu haben. Nur, sie erinnern sich zu ihrem großen Leidwesen an keine Einzelheiten mehr.

    Das amüsante Lustspiel von Jürgen Seifert wurde mit großem Erfolg 2010 in Herne mit dem Autor in der Rolle des Opa Rudi uraufgeführt. In Kammlach waren es die Schauspieler des Theatervereins, die die Gäste im „Landgasthof zum Schwanen“ immer wieder zu herzhaftem Lachen hinrissen. Die einzelnen Rollen waren sehr gut auf die Akteure verteilt. Besonders hervorzuheben ist „Eische“, die sich immer mit „Güle Güle“ verabschiedete, und die Ines Haar in Aussehen und Aussprache perfekt verkörperte.

    Für einige überraschende Momente sorgten die Mitbewohnerinnen Helga Krawuttke (Renate Rolf) und Doris Schmitt (Agnes Krieger). Sie wollten mit den beiden Opas „Mau-Mau“ spielen und Eierlikör trinken – und das kurz vor dem „Großereignis“. Die Opas waren in heller Aufregung. Würden die beiden Damen alles verderben? Doch das wird nicht verraten.

    „Im Schwanen“ werden Zuschauer nicht nur viel Spaß haben, sie können sich auch während der Aufführung kulinarisch verwöhnen lassen. Mit fünf kleinen Schauspielen zu Beginn des Abends zeigte der Nachwuchs, dass der Theaterverein Kammlach bestens in die Zukunft investiert hat.

    Bei „Wir spielen Mann und Frau“ waren es Jan Ußner und Franziska Mang, die die Gäste zum Lachen brachten. „Im Theater“ überraschten Theresa Klenner und Daniel Stett mit der Pointe. „In der Schule“ brachten Lehrerin Nadine Stett und die Schüler Jan Lindemann und Sebastian Kley acht verschiedene Matheergebnisse. In „Schwester und Patient“ gingen „wir“ zur Operation. Schließlich aß Vater Franziska Hölzel die Fliege in der Suppe mit, weil Tochter Lucia Singer die stetige Ermahnung des Vaters „Beim Essen spricht man nicht“ beherzigen musste. Sie erhielten ebenso wie die „Großen“ einen kräftigen Applaus – ebenso wie Uschi Singer als Souffleuse und Brunhilde Weber für die Maske. Für das Bühnenbild zeichnete Gerhard Weber verantwortlich. Die gelungene Regie war Teamwork aller Akteure.

    Termine Rabatz im Altenheim gibt es noch zu sehen am Freitag, 30., Samstag, 31. März, und Sonntag, 1. April, jeweils um 20 Uhr.

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