Kirchheim Sabrina Brunner hält zwei bunte Röhren in den Händen – erst schlägt sie mit der kürzeren auf den Tisch, dann mit der längeren. „Was ist der Unterschied?“, fragt sie die Kinder und Jugendlichen, die zur Veranstaltung „Beat & eat“ ins Jugendzentrum nach Kirchheim gekommen sind.
„Je länger die Röhre, umso dunkler der Ton“, antwortet die Runde. Die längsten heißen Bassröhren. Die Teilnehmer kennen die bunten Kunststoffröhren jedoch schon: „Boomwhackers liegen gerade voll im Trend“, sagt Sabrina Brunner vom Kreisjugendring Unterallgäu, zu dessen Einrichtungen das Jugendzentrum in Kirchheim gehört.
Musiklehrer setzen die Röhren oft ein, um grundlegende Konzepte von Harmonie, Rhythmus und Melodie zu vermitteln: Die Boomwhackers sind harmonisch aufeinander abgestimmt.
Notenlesen ist nicht nötig, jeder kann sofort mitspielen
Die Veranstaltung „Beat & eat“ steht unter dem Motto „Musik ist Nahrung für die Seele“. Sie findet im Rahmen der Unterallgäuer Gesundheitswochen statt. Für den kulinarischen Teil der Veranstaltung gibt es selbst gemachte Smoothies mit Erdbeeren und Bananen.
Erst einmal erklärt Sabrina Brunner jedoch, wie die Boomwhackers funktionieren. Der Vorteil an den Röhren: Jeder kann sofort mitmachen, weil man keine Noten lesen muss. Und schon geht es los: Die Teilnehmer sollen das Lied „Eye of the tiger“ nachspielen.
Wildes Durcheinander beim ersten Versuch
Jeder bekommt eine andere Röhre in unterschiedlicher Länge und Farbe, damit unterschiedliche Töne erzeugt werden. Auf einem Plakat sind die Takte angegeben, und wer bei welchem Takt dran ist. Wildes Durcheinander beim ersten Versuch. Doch beim nächsten Mal klappt es schon besser und man erkennt die Struktur des Liedes.
Die Kinder und Jugendlichen integrieren jeden Gegenstand im Raum des Jugendzentrums in die Musik – einer haut kräftig auf den Tisch, ein anderer nutzt die Lehne des Stuhls zum Musikmachen. „Lustig“ findet ein Junge den Trend – und nach ein paar Versuchen klappt auch das Zusammenspiel.