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Tierschutz: Es gibt keine Entschuldigung, wenn ein Pferd so aussieht

Tierschutz

Es gibt keine Entschuldigung, wenn ein Pferd so aussieht

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    Die Knochen des Pferdes stehen weit hervor. Jetzt hat sich das Veterinäramt eingeschaltet.
    Die Knochen des Pferdes stehen weit hervor. Jetzt hat sich das Veterinäramt eingeschaltet. Foto: Foto: privat

    Landkreis Aus nicht viel mehr als Haut und Knochen besteht ein Schimmel, auf den ein aufmerksamer Leser die Mindelheimer Zeitung hingewiesen hat. Das offensichtlich vernachlässigte und unterernährte Tier steht auf einer Koppel in der Nähe von Mindelheim.

    Dr. Christine Schramme vom zuständigen Veterinäramt in der Kreisstadt reagierte schockiert, als sie ein Bild des Vierbeiners zu sehen bekam. „Das Tier ist ganz eingefallen. So muss kein Pferd ausschauen!“, sagte sie. Nur kurz darauf machte sich die Tiermedizinerin auf den Weg und fuhr hinaus zu dem Pferdehof.

    Der Halter des Pferdes ist bei der Behörde kein Unbekannter. Auch drei polizeiliche Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz hat es heuer zu Jahresbeginn schon einmal gegeben. Das bestätigte Polizeichef Karl Höss. Offenbar wissen um die Zustände auch viele in dem Dorf, in dem der Pferdehof steht.

    Als das Veterinäramt kam, war das Pferd schon erschossen

    Dr. Schramme war in diesem Jahr wiederholt bei dem entsprechenden Pferdehalter vor Ort. Im Februar war der Hinweis eingegangen, ein Pferd sei völlig unterernährt. Als die Tiermedizinerin dann vor Ort war, war das Tier „nicht mehr da“. Es war kurzfristig erschossen worden.

    Nach MZ-Informationen lag der Kadaver des Pferdes zunächst offen auf dem Hof. Erst tags darauf sei er mit einer Plane abgedeckt worden. Schon damals war der Ernährungszustand einzelner Pferde unzureichend, sagte die Tiermedizinerin. Der Halter sei ermahnt worden, dies zu verbessern. Dr. Schramme sagte aber auch, dass immer ausreichend Futter vorgewiesen werden konnte. Wiederholt habe sie in der Folge nach dem Rechten gesehen. Die Lage der Tiere habe sich deutlich gebessert. Das gilt jedoch nicht für den klapperdürren Schimmel.

    Dr. Schramme sagte, es gebe keine Entschuldigung, wenn ein Pferd so aussehe. Das Veterinäramt ist aber auch völlig überlastet, um allen Hinweisen gegen Verstöße beim Tierschutz konsequent nachgehen zu können. „Wir kommen einfach nicht hinterher“, sagte Schramme bedauernd. So käme es zum Beispiel immer wieder vor, dass Leute anriefen, weil Hunde immer nur angekettet seien.

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