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Konzert: Frühling zum Hören

Konzert

Frühling zum Hören

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    Der Schulchor der Maria-Ward-Realschule begeisterte seine Zuhörer und begrüßte den Mai auf Englisch.
    Der Schulchor der Maria-Ward-Realschule begeisterte seine Zuhörer und begrüßte den Mai auf Englisch.

    Mindelheim Frisch wie der Frühling sangen und spielten die Schülerinnen der Maria-Ward-Realschule Mindelheim bei ihrem Frühlingskonzert. Ihr Thema war sprichwörtlich zu nehmen: „Geh’ aus mein Herz und singe!“ Es lebten die Instrumentalstücke und Lieder auf, die zum Frundsbergfest passend ausgesucht worden waren.

    Die Schule hat rund 760 Schülerinnen in 25 Klassen. Aus allen Klassen waren es die Big Band, Bläser-, Chor- und Streicherklassen, Streicher- und Flötenensemble, Gitarren- und Tanzgruppe, der Schul- und Unterstufenchor und nicht zuletzt die sechs Stimmen des Lehrerensembles, die für einen sehr vergnüglichen Abend sorgten.

    Die Gesamtleitung hatte Andrea Lux. Die Stücke für Big Band und Bläserklassen hatte Robert Böck einstudiert. Uta Brecheisen übernahm die Parts kurzfristig, da er aus Krankheitsgründen nicht anwesend sein konnte. Für die Streicherklassen 5 und 6 und das Streicher- und Flötenensemble zeichnete ebenfalls Brecheisen verantwortlich, Petra Hehr für die Chorklassen 5c und 6c, Andrea Lux für den Unterstufen-, den Schulchor und die Chorklassen 5b und 6b, Heike de Young für die Stimmbildung und Sybille Sinowatz hatte die Tänze einstudiert, natürlich in historischen Gewändern.

    Der Abend begann mit einer festlichen „La Mourisque“ von Tielmann Susato. Mit den Bläserklassen spielte die Big Band das jubelnde „Halleluja“, die Ouvertüre und das Menuett aus der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel. Mit Volksliedern aus dem 16. Jahrhundert sangen sich die Chorklassen in die Herzen der Gäste.

    Gemeinsam mit den Streicherklassen, den Streicher- und Flötenensembles und der Gitarrengruppe tanzten die Mädchen das „Gathering Peascods“ und „Newcastle“, Tänze um 1650. Die Chorklassen sangen vom Winter, der vergangen ist, riefen dem Mai zu „Komm lieber Mai und mache“ und übertrugen ihre Fröhlichkeit mit „Tiritomba“ auf die Gäste in der Pausenhalle.

    Das Lehrerensemble bestach mit seinem mehrstimmigen Gesang mit „Der kühle Maien“, das zu den Eisheiligen passte. Doch die Herzen des Publikums hatte es so sehr erwärmt, dass Lehrer und vor allem Schüler heftigen Applaus bekamen.

    Großartig und sehr stimmungsvoll

    Für den Unterstufenchor waren sie sehr wichtig, die „freien Gedanken“. Dass sie den Mai auch in englischer Sprache begrüßen konnten, bewiesen die Mädchen vom Schulchor mit „Now is the month of maying“. Außerdem sangen sie vom grünen Kleid, dem englischen Volkslied „Greensleeves“, das 1580 entstand. Schulleiterin Rosa Ritter bedankte sich bei allen Beteiligten für diesen großartigen, stimmungsvollen Abend. Sie sprach über das Lied, dessen Titel das Thema des Konzertes war: „Geh aus mein Herz und suche Freud“. Paul Gerhard schrieb das 15-strophige Sommerlied. Er gelte neben Martin Luther als der bekannteste Kirchenliedermacher seiner Zeit, so Ritter.

    Besonders die fünfzehnte Strophe passe nicht nur in Gerhards Lebenszeit, sondern auch in diese moderne Welt. Es heißt darin: „Erwähle mich zum Paradeis und lass mich bis zur letzten Reis’ an Leib und Seele grünen: So will ich dir und deiner Ehr allein, und sonsten keinem mehr, hier und dort ewig dienen.“

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