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Energie: Großes Interesse an der Genossenschaft

Energie

Großes Interesse an der Genossenschaft

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    Wenn die Sonne strahlt, soll eine in Markt Wald geplante Photovoltaik-Anlage Strom erzeugen. Zahlreiche Bürger interessierten sich für das Genossenschaftskonzept und kamen zur Infoveranstaltung.
    Wenn die Sonne strahlt, soll eine in Markt Wald geplante Photovoltaik-Anlage Strom erzeugen. Zahlreiche Bürger interessierten sich für das Genossenschaftskonzept und kamen zur Infoveranstaltung. Foto: Archivfoto: Silvio Wyszengrad

    Mit so großem Interesse hatte Markt Walds Bürgermeister Walter Wörle nur in seinen kühnsten Träumen gerechnet: Trotz eisiger Temperaturen waren die Bürger des Marktes und seiner Ortsteile gleich in Scharen in den Adlersaal geströmt, um sich über die geplante bürgergenossenschaftliche Photovoltaikanlage zu informieren.

    Wie berichtet, soll auf gemeindlichen Flächen nahe der Ziegelei eine Freiflächen-Photovoltaikanlage entstehen. Die Gemeinde hätte mit diesem Projekt relativ wenig zu tun, erklärte Bürgermeister Wörle bei der Versammlung. Sie verpachtet das insgesamt 2,2 Hektar große Areal lediglich an den Projektträger, die Firma Öko-Haus aus Eppishausen. Diese wiederum hat sich verpflichtet, eine Genossenschaft auf den Weg zu bringen, die die Anlage betreibt.

    Gerhard Steber, Geschäftsführer von Öko-Haus, legte zusammen mit Hermann Kerler von ProNah dar, wie eine solche Genossenschaft konkret aussehen könnte. Als anschauliches Beispiel diente ihnen dabei die „Dorfenergie e. G. Eppishausen“, die Photovoltaikanlagen auf gemeindlichen Dächern betreibt.

    Ein Anteil könnte – ebenfalls wie in Eppishausen – 500 Euro kosten. In diesem Fall wären 1000 Einlagen nötig, um das von Steber anvisierte Eigenkapital in Höhe von 500000 Euro zusammenzubekommen. Bei einer Gesamtinvestitionssumme von 1,764 Millionen Euro wäre damit ein Bankkredit in Höhe von 1,264 Millionen Euro nötig. Auch zu den zu erwartenden Einnahmen gab Steber bereits eine erste Prognose ab. Bei einem Ertrag von 950600 Kilowattstunden pro Jahr sei demnach mit Einnahmen von mehr als 170500 Euro zu rechnen.

    Diese seien aber nicht mit der Rendite zu verwechseln. Schließlich kostet der Unterhalt der Anlage auch: Insgesamt 31280 Euro hat Steber für Wartung, Fernüberwachung, Pacht, Pflege, Bilanz, Buchhaltung sowie eine jährliche Abbau- und Reparaturrücklage veranschlagt.

    Ziel sei es, dass jährlich fünf Prozent auf das eingezahlte Genossenschaftskapital ausgeschüttet werden, also 25000 Euro. Nach einer Laufzeit von 20,5 Jahren könne die Genossenschaft so mit einer Wertschöpfung von 1,17 Millionen Euro rechnen.

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