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Bad Wörishofen: Heilbäder werden zu „iBädern“

Bad Wörishofen

Heilbäder werden zu „iBädern“

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    Staatssekretärin Katja Hessel im Allgäu Skyline Park mit Bürgermeister KLaus Holetschek aus Bad Wörishofen.
    Staatssekretärin Katja Hessel im Allgäu Skyline Park mit Bürgermeister KLaus Holetschek aus Bad Wörishofen. Foto: Harald Klofat

    Bayerns Wirtschaftsstaatsekretärin Katja Hessel (FDP) hat sich ein straffes Programm auferlegt: Bis August will sie elf bayerische Kurorte und Heilbäder besuchen, um deren Bedeutung für die Bayerische Wirtschaft zu betonen. In Bad Wörishofen stellte sich Donnerstagabend außerdem ein ehrgeiziges und kostspieliges Projekt vor: die Bäder-App. Rund 300.000 Euro gibt das Wirtschaftsministerium dafür aus, dass alle 47 bayerischen Heilbäder eine eigene Anwendung für Smartphones, die Handy-Alleskönner, bekommen.

    An der Bad Wörishofen App hat die Kneippstädter Agentur Enzian mitgewirkt. Enzian-Geschäftsführer Christopher Sauter erläuterte die Technik im Kneippianum. Demnach ist die App nicht nur für Apples iPhone nutzbar, sondern auch für Handys mit Googles Android-Betriebssystem. Damit wird der Großteil der Smartphone-Nutzer die kostenlose App laden können. Enthalten sind Filme, viele Fotos, 160 Hotels samt Daten und Belegungsabfrage, Restaurats, Cafés und als besondere Spielerei ein Werkzeug, das dem Nutzer Informationen zu öffentlichen Gebäuden liefert, wenn der seine Handy-Kamera darauf richtet.

    Braucht man das in einem Kurort mit überwiegend älterer Kundschaft? Hessel selbst warf diese Frage auf. Ihre Antwort lautete ja, denn die Kurorte müssten ihre große Leistungsfähigkeit über moderne Kanäle transportieren. Außerdem berichtete sie von einem 85-jährigen Bekannten, der sich ein iPad angeschafft habe, um auf Kur das Internet nutzen zu können. Kurdirektor Alexander von Hohenegg merkte außerdem an, dass große Teile der Gäste Bad Wörishofens sehr wohl internetaffin seien.

    Hessel legte nach ihrer Besichtigungstour mit Therme, Skyline Park und Kneippianum ein klares Bekenntnis zu den Kurorten ab. „Die Orte sind modern und innovativ und das müssen wir jetzt promoten“, gab sie als Marschroute aus. „Die Orte generieren knapp 30 Prozent aller Übernachtungen in Bayern, 2010 waren dies über 21,5 Millionen Übernachtungen“, ergänzt Bürgermeister Klaus Holetschek, Bayerns Heilbäderpräsident.

    Der Besuch der Wirtschaftsstaatssekretärin in Bad Wörishofen klang mit einem Abendessen aus, zu dem Unternehmer geladen waren.

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