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Pfingsten: Kirchheims Kirchen

Pfingsten

Kirchheims Kirchen

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    Seit Anfang April wird im Ortsteil Hasberg an der Pfarrkirche St. Ottilia gearbeitet. Das Dach und die Außenseite werden saniert.
    Seit Anfang April wird im Ortsteil Hasberg an der Pfarrkirche St. Ottilia gearbeitet. Das Dach und die Außenseite werden saniert.

    Kirchheim In fast allen Kirchen in und um Kirchheim wird gerade gearbeitet – oder es stehen Sanierungen an. Das Kuriose daran: Überall hat eine andere Institution die Fäden in der Hand. Ein Überblick:

    Tiefenried Die außergewöhnlichsten Verhältnisse herrschen in Tiefenried. Eigentümer der Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ ist die Fililalkirchenstiftung Tiefenried, doch aufgrund der subsidiären Baulast – einer alten Regelung – muss die Gemeinde einspringen, wenn der Kirche Geld für eine Sanierung fehlt. Seit März ist die Wallfahrtskirche gesperrt, weil das Dach einbrechen könnte. Saniert werden muss vieles: Neben der Dachkonstruktion ist auch und die Elektroinstallation veraltet. An den Wänden finden sich Schimmel, Löcher und Risse. Der Holzwurm hat die Bänke befallen.

    Der Markt Kirchheim und die Kirche sind sich bislang nicht einig geworden, wer welchen Anteil an der rund 720000 Euro teuren Sanierung übernimmt (wir berichteten). Nachdem die Diözese einen höheren Zuschuss als ursprünglich geplant für den ersten Bauabschnitt zugesagt hatte, ging es um den zweiten Bauabschnitt. Dazu wollte die Kirche sich nicht festlegen – das sorgte wiederum bei der Gemeinde für Unmut. Vergangene Woche hat es nun ein Gespräch im Rathaus gegeben, bei dem Gemeinde- und Kirchenvertreter zusammengekommen sind. Die Bischöfliche Finanzkammer will nun noch einmal intern beraten, bis Mitte Juni seien Ergebnisse zu erwarten, hofft Bürgermeister Hermann Lochbronner. Er ist zuversichtlich: „Wenn alles so umgesetzt werden kann wie im Gespräch angedeutet, ist das auf gutem Weg.“

    Derndorf Auch im Kirchheimer Ortsteil Derndorf steht eine Sanierung an. Es geht um die Kirche St. Vitus. Wie Kirchheims Kirchenpfleger Alois Mayr erklärt, sollen die Arbeiten im Herbst beginnen. Neben einer Dachsanierung sind auch Arbeiten am Äußeren der Kirche nötig. Anlass zu der Sanierung war ein statisches Gutachten über die Tragfähigkeit des Dachstuhls. Eigentümer der Kirche ist die Filialkirchenstiftung Derndorf. Die Marktgemeinde zahlt einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent zu der rund 350000 Euro teuren Sanierung.

    Spöck Eigentümer der St. Anna Kapelle in Spöck ist nicht die Kirche, sondern die Marktgemeinde Kirchheim. In Spöck wurde im vergangenen Jahr ein Netz unter das Kirchendach gespannt, das herunterfallende Teile abhalten soll. Der Dachstuhl hat Risse, laut Bürgermeister Lochbronner sollen auch der Innenbereich und die Außenfassade saniert werden, wo ebenfalls der Putz abbröckelt. Aufgrund des Benutzungsrechts der Kirche wird auch die Diözese einen Zuschuss zu der rund 260000 Euro teuren Maßnahme zahlen. Die Sanierung in Spöck sei jedoch erst einmal zurückgestellt aufgrund der Situation in Tiefenried, erklärt Lochbronner.

    Hasberg Seit Anfang April laufen die Arbeiten in der Pfarrkirche St. Ottilia im Kirchheimer Ortsteil Hasberg, die wiederum der Kirchenstiftung St. Ottilia gehört. Für die rund 590000 Euro teure Maßnahme zahlt der Markt Kirchheim einen Zuschuss von zehn Prozent. Auch Spenden sollen die Sanierung finanzieren. Wie Kirchenpfleger Hermann Miller erklärt, muss das Dach saniert werden. Ob der Außensanierung noch eine Innensanierung folgt, werde sich nach den Arbeiten zeigen. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten beendet werden, hofft Miller. „Wenn’s gut geht.“

    Kirchheim Schon in den letzten Zügen stehen hingegen die Arbeiten an der Englisch-Gruß-Kapelle in Kirchheim. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 600000 Euro, an denen sich neben den Besitzern, der Erbengemeinschaft nach Joseph Ernst Fugger von Glött, auch der Markt Kirchheim, der Landkreis, der Bezirk, das Landesamt für Denkmalschutz, die Bayerische Landesstiftung und andere beteiligt haben. „Innen sind wir weitgehend fertig“, sagt Rudolf Freiherr von Erffa, Geschäftsführer der Fürstlich Fuggerschen Domänenverwaltung. „Es fehlt nur noch der Feinschliff.“ Draußen müssten beispielsweise noch Pflasterarbeiten erledigt werden. In drei bis vier Wochen sollen die Arbeiten beendet sein, sodass Mitte Juli die Eröffnung gefeiert werden kann.

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