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Abschlussprüfung: Mathi-Abi: Nicht nur die Schüler sind aufgeregt

Abschlussprüfung

Mathi-Abi: Nicht nur die Schüler sind aufgeregt

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    Die Matheformeln müssen heute beim Abitur sitzen.
    Die Matheformeln müssen heute beim Abitur sitzen. Foto: Bernhard Weizenegger (Archiv)

    Das Maristenkolleg in Mindelheim befindet sich noch im Ruhemodus. Es ist Mai und die Zeiger der Uhr haben sich noch nicht einmal bis zur Ziffer 6 vorgearbeitet. Von den rund 1600 Schülerinnen und Schülern, die Realschule und Gymnasium besuchen, ist noch nichts zu sehen und zu hören. Und doch fahren an diesem Tag erste Autos vor.

    Vier Erwachsene steigen aus und betreten das Schulhaus, das seltsam unberührt wirkt. Innen werden sie bereits erwartet, auch wenn zu dieser frühen Stunde den meisten noch nicht nach großen Reden zumute ist. Eine gespannte Erwartung auf das Kommende ist allen anzumerken. Es werden Informationen weitergereicht, wichtige Informationen. Ein Herr steckt den morgendlichen Besuchern einen verschlossenen Umschlag zu. Es ist der Beginn eines nervenaufreibenden Tages.

    Wer hier ein konspiratives Treffen oder gar den Beginn eines Kriminalromans vermutet, liegt allerdings weit daneben. Die vier Erwachsenen sind alles Lehrer des Maristenkollegs, die zu ungewöhnlicher Stunde ihre Schule aus dienstlichen Gründen besuchen. Die vier unterrichten Mathematik, und an diesem Tag der Wahrheit im Mai schreiben ihre Schützlinge Abitur in ihrem Fach. Und das ist heute.

    Alle Jahre beginnt dieser Abiturtag in etwa wie beschrieben. Die Fachlehrer für Mathematik kommen früh in die Schule, um sich mit den Prüfungsaufgaben des Kultusministeriums vertraut zu machen. Vom Schulleiter oder dessen Stellvertreter erhalten sie die Abituraufgaben, die zuvor gehütet werden wie die Einlagen bei der Bank von England.

    An diesem Tag kommt es nicht nur auf die Arbeit der Schüler an. Erstmal sind die Lehrer dran. Im Kuvert befinden sich zwei mal drei Aufgaben aus allen drei Fachgebieten. Je eine davon bekommendie Schüler vorgelegt. Wenn die Lehrkräfte hier das Wissen und Können ihrer Schützlinge falsch einschätzen, kann das böse Folgen haben.

    Deshalb sind die Lehrer auch nicht wenig angespannt an diesem Morgen. „Schließlich wollen wir alle, dass unsere Abiturienten gut abschneiden“, sagt Andreas Meidert. 88 junge Damen und Herren machen heuer am Maristenkolleg ihre Reifeprüfung. In Mathe müssen alle ran.

    Die drei Fachgebiete übrigens sind Infinitesmialrechnung, Stochastik und analytische Geometrie. Die Lehrer gehen dabei Teilaufgabe für Teilaufgabe durch. Und jeder wägt für sich ab, ob seine Schüler mit dem Schwierigkeitsgrad klarkommen.

    Wie der Tag für die Lehrer weitergeht, das lesen Sie in der Freitagsausgabe der Mindelheimer Zeitung.

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