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Premiere wäre fast ins Öl gefallen

Mindelheim

Premiere wäre fast ins Öl gefallen

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    Franz Eberle in seinem zum Rennwagen umgebauten BMW M3. Heuer startet er zum ersten Mal beim Mickhausener Bergrennen.
    Franz Eberle in seinem zum Rennwagen umgebauten BMW M3. Heuer startet er zum ersten Mal beim Mickhausener Bergrennen. Foto: Foto: Axel Schmidt

    Mindelheim Beinahe wäre die Premiere noch ins Wasser gefallen. Genauer gesagt: ins Öl. Eine kleine Mutter hatte sich vom Antriebsrad der Ölpumpe gelöst und war in die Ölwanne geplumpst. Die Folge: Das Zahnrad setzte aus und versorgte den Motor des BMW M3 nicht mehr mit Öl. Mit diesem hätte Franz Eberle aus Mindelheim aber am Wochenende zum ersten Mal beim Bergrennen in Mickhausen starten wollen.

    Mittlerweile ist die Erleichterung bei Eberle groß: „Den ganzen Tag habe ich am Auto herumgebastelt, um den Fehler zu beheben. Jetzt läuft er wieder“, sagt der 54-Jährige. Seiner Premiere auf der legendären Rennstrecke in den Stauden steht demnach nichts mehr im Wege. „Ich bin schon lange ein treuer Zuschauer beim Bergrennen. Letztes Jahr habe ich mich dann entschieden, selber einmal mitzufahren“, erzählt der Bautechniker. Schon als Kind war er fasziniert von Autos und Motorrädern, hat sogar manchmal die Mopeds seiner Brüder stibitzt.

    In den 1980er Jahren ist er mit dem Motorrad Flugplatz- und Bergrennen gefahren, unter anderem beim Stöttener Auerbergrennen. Doch irgendwann wurde das Geld für das kostspielige Hobby knapp. „Da musste ich mich dann entscheiden: Motorräder oder Auto“, so Eberle. Er entschied sich für das Auto. Der Reiz der Geschwindigkeit blieb jedoch. „Wenn ich mit dem Geschäftswagen unterwegs bin, fahre ich auf der Autobahn 130 km/h. Aber wehe, ich habe ein scharfes Teil unter mir ...“, sagt Eberle. Mit Freunden hat er schon Renntage am Salzburgring oder Hockenheimring eingelegt. Auch den Super-Tourenwagen-Trophy-Fahrer Joachim Duscher aus Ettringen hat er schon bei Rennen begleitet, als Helfer.

    Nun steht er also selbst in der Startreihe. Sein Rennauto, ein BMW M3, hat er vergangenes Jahr gekauft und seitdem an ihm herum geschraubt. In der Werkstatt von Manfred Preschl in Kammlach durfte er abends immer an seinem Auto feilen. Das Innenleben musste raus. Je leichter ein Rennwagen, desto besser. „Etwa 250 Kilogramm habe ich eingespart“, sagt Eberle mit Blick auf das minimalistische Ambiente im Fahrzeug. „Vor allem beim Bremsen merkt man die fehlende Masse.“ Ganz nach FIA-Regeln musste er sein Auto ausstatten, um in Mickhausen an den Start gehen zu können: Schalensitz, Überrollbügel, dazu noch feuerfeste Rennkleidung.

    Die Strecke ist er zwei Mal abgefahren. „Sie ist sehr anspruchsvoll. Es wird nicht leicht“, sagt Eberle. Für ihn zählt erst einmal das Dabeisein. Und er ist bereit. Jetzt, nachdem die Mutter gefunden ist. (axe)

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