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Interkommunales Gewerbegebiet: Rammingen legt beim Gewerbepark kräftig vor

Interkommunales Gewerbegebiet

Rammingen legt beim Gewerbepark kräftig vor

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    Damit auch bald im Unterallgäu die Kamine rauchen: Die Vorbereitungen für das interkommunale Gewerbegebiet laufen auf Hochtouren.
    Damit auch bald im Unterallgäu die Kamine rauchen: Die Vorbereitungen für das interkommunale Gewerbegebiet laufen auf Hochtouren. Foto: Wolfgang Widemann

    Es soll ein Aushängeschild für die Wirtschaftskraft der Unterallgäuer Gemeinden sein – und Rammingen will ganz vorne mitmischen. Mit satten 21 Prozent will sich die Gemeinde am „interkommunalen Gewerbepark A96/Allgäu“ beteiligen. Das hat der Gemeinderat in der vergangenen Sitzung beschlossen.

    Ursprünglich war einmal vorgesehen gewesen, dass sich Ettringen, Rammingen, Wiedergeltingen und Amberg zu gleichen Teilen an dem Projekt von sechs Gemeinden beteiligen. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Denn eine Woche zuvor hatte sich der Ettringer Gemeinderat mit nur einer Stimme Mehrheit für eine weitaus geringere Beteiligung – fünf Prozent – entschieden. Auch Eppishausen ist mit fünf Prozent dabei. Bad Wörishofen soll maximal 49 Prozent bekommen.

    Der Ramminger Bürgermeister Anton Schwele nannte einige Eckdaten: Das Gebiet soll 42 Hektar groß werden. Durch die Satzung sollen Einzelhandelsbetriebe ausgeschlossen werden.

    Für die Gesamterschließung inklusive der Anbindung an die Staatsstraße am südlichen Ende des Kiesabbaus der Firma Riebel sind 4,38 Millionen Euro veranschlagt.

    Beschlüsse des Zweckverbandes benötigen laut Satzung eine Drei-Viertel-Mehrheit. Jede Kommune soll pro angefangenen zehn Prozent Anteil einen Vertreter in den Zweckverband entsenden.

    Die Ramminger entschieden sich schließlich mit vier Gegenstimmen für einen Anteil von 21 Prozent. Das letzte Wort haben nun aber Amberg und Wiedergeltingen, die in ihren Gemeinderatssitzungen ebenfalls noch über ihre Beteiligung abstimmen müssen.

    Trotz aller Euphorie – Planer Zettler schwärmte im Vorjahr von der „Wirtschaftsachse Prag-Zürich“ – gibt es auch in Rammingen kritische Stimmen zum interkommunalen Gewerbegebiet: Werner Mayr bezweifelt, dass die Nachfrage von Investoren so groß sei. Als Argument führte er die anhaltende Finanzkrise und ein Überangebot an Gewerbegebieten entlang der Autobahn 96 an: Er hat 460 Hektar solcher Flächen zwischen Landsberg und Bad Grönenbach aufgelistet.

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