Die Verwaltungsumlage für die Gemeinden des Schulverbands hat sich seit 2001 fast verdreifacht. Und sie wird wohl noch weiter steigen. Von Manuela Antosch

Die Kosten für den Schulbetrieb steigen immer weiter an, die Schülerzahlen gehen dramatisch zurück. Das heißt: Die Gemeinden des Schulverbands müssen immer mehr für die Mittelschule Türkheim zahlen. Die Zahlen, die der Türkheimer Kämmerer Claus-Dieter Hiemer den Mitgliedern der Schulverbandsversammlung jetzt präsentiert hat, sind drastisch: Während die Gemeinden im Jahr 2001 noch 506 Euro je Schüler gezahlt haben, sind es dieses Jahr fast drei Mal so viel: 1490 Euro.
Der sogenannte ungedeckte Bedarf beträgt dieses Jahr 323 000 Euro, 46 000 Euro mehr als im Vorjahr. Diesen Betrag müssen die Gemeinden des Schulverbands (Türkheim, Tussenhausen, Wiedergeltingen, Rammingen und Amberg) übernehmen, und zwar anteilig danach, wie viele Kinder aus diesen Gemeinden in die Mittelschule gehen.
Den größten Anteil trägt deshalb der Markt Türkheim mit 158 000 Euro. Dazu kommen noch die Investitionsumlage (450 Euro pro Verbandsschüler) und die für die Ganztagsbetreuung (125 Euro pro Verbandsschüler).
Kämmerer Hiemer erklärte, wie es zu dieser Kostenexplosion kommt: Die Kosten für Personal, Energie und Gebäudeunterhalt steigen Jahr für Jahr. Gleichzeitig werden es immer weniger Schüler. Das liege daran, dass immer weniger Kinder geboren werden – aber auch daran, dass immer mehr Kinder auf die Realschule oder das Gymnasium gehen, sagte der Rektor der Mittelschule, Bernhard Negele.
Doch auch die Umstellung auf die Mittelschule und damit den Schulverbund Wertachtal vor zwei Jahren macht dem Kämmerer zu schaffen: Seit Ettringen und Bad Wörishofen im Verbund sind, bekommt er nur noch 60 Prozent der Gastschulbeiträge für Kinder aus diesen Orten – und auch nur für die, die in die Klasse M10 gehen. Gleichzeitig muss er für 17 Schüler Gastschulbeiträge an Bad Wörishofen zahlen, weil es nur noch dort eine Ganztagsklasse gibt.
Durch den Schulverbund sind mehr Schulbusfahrten nötig. Und so steigen auch die Ausgaben für die Schülerbeförderung.
Wegen der knappen Kassen sind für dieses Jahr keine großen Investitionen geplant. Zwei größere Posten stehen im Haushalt: Die Sanierung des Südflügels soll fortgesetzt und der Informatikraum erneuert werden.
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