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Gemeinderat: Streit ums Wasser

Gemeinderat

Streit ums Wasser

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    Das Thema Wasser beschäftigt die Gemeinderäte in Wiedergeltingen und Amberg.
    Das Thema Wasser beschäftigt die Gemeinderäte in Wiedergeltingen und Amberg. Foto: Richard Lechner (Archiv)

    Während Wiedergeltingen seine restlichen Flächen für Gewerbegebietserweiterungen aktiviert, sorgen sich die Amberger um die Wirksamkeit ihres geplanten Hochwasserschutzes. Der schwelende Konflikt zwischen den beiden Gemeinden war wieder Gegenstand der jüngsten Wiedergeltinger Gemeinderatssitzung: Dort wurden die Einwendungen gegen die Gewerbegebietserweiterung Nord-Ost IV behandelt.

    Zur Erinnerung: In der Dezember-Sitzung des Wiedergeltinger Gemeinderats hatte Ambergs Bürgermeister Peter Kneipp die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen erläutert, die einigen betroffenen Wiedergeltinger Landwirten missfielen. Trotzdem hat Wiedergeltingen das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

    In der gleichen Sitzung hat der Wiedergeltinger Gemeinderat die Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets um den Teil Nord-Ost IV beschlossen. Die Amberger haben Angst, dass diese die Hochwassergefahr erhöht. Das liege vor allem an der bis zu 80-prozentigen Flächenversiegelung im Gewerbegebiet, heißt es bei dem Ingenieurbüro, das die Gemeinde Amberg beauftragt hat.

    Dagegen beruft sich das Planungsbüro Wilhelm Daurer, das Wiedergeltingen berät, auf Gutachten und Untersuchungen des Wasserwirtschaftsamtes und des Ingenieurbüros Jellen in Kempten. Danach seien die Anhebung des Geländes um einen Meter und der „gewässerökologische Ausbau“ des Hungerbachbetts als Maßnahme gegen ein Jahrhunderthochwasser ausreichend. Die erforderlichen Baumaßnahmen sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden.

    Außerdem informierte Andreas Eberle vom Ingenieurbüro Daurer, dass auf dem Areal der Gewerbegebietserweiterung eine Untersuchung des geogenen Arsengehalts nötig ist. Mit den Messungen sei das „Geotechnische Büro Geo + Plan“ in Bad Wörishofen beauftragt worden.

    Bei den weiteren Anregungen und Einwendungen zur Gewerbegebietserweiterung ging es um ausreichend Löschwasser für den Brandfall und um die geforderte beste Bodenqualität Z0 des Recyclingmaterials, mit dem das Gelände um einen Meter aufgefüllt werden soll. Die Planungsunterlagen werden in Kürze noch einmal öffentlich ausgelegt.

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