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Ernte: Viel Obst und viel zu tun

Ernte

Viel Obst und viel zu tun

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    Christian Müller sieht eine gute Ernte vorher und rät, Apfelbäume jetzt notfalls zu stützen oder mit einem Sommerschnitt zu entlasten.
    Christian Müller sieht eine gute Ernte vorher und rät, Apfelbäume jetzt notfalls zu stützen oder mit einem Sommerschnitt zu entlasten. Foto: Foto: Ehlert

    Mickhausen Der ein oder andere Gartenbesitzer wird schon kritisch auf seine voll behängten Apfelbäume schauen und hoffen, dass die Äste nicht abbrechen. Das kann in diesem Jahr tatsächlich ein Problem sein. Wenn sich die sonst etwas nach oben zeigenden Äste nach unten neigen, herrscht Handlungsbedarf.

    Die Interessengemeinschaft (IG) Streuobstwiese Stauden gibt deshalb Tipps: Tiefhängende Äste können abgestützt oder zurück geschnitten werden. Es ist auch möglich, einzelne Früchte vorab zu entfernen, sodass sich die verbleibenden Früchte besser entwickeln können. Bei sehr dichtem Fruchtansatz reicht es aber in der Regel aus, wenn maximal ein Drittel der Früchte entfernt wird. So wird der Ast entlastet, das Gewicht reduziert – und damit Abbrechen vorgebeugt. Es sollen natürlich nur so viele Früchte beziehungsweise Holz entfernt werden, dass der Baum noch genügend trägt, aber eben nicht mehr abbrechen kann.

    Bei einem Sommerschnitt können stark wachsende Sorten etwas gebremst werden. Die Wunden können im Sommer besser verschließen. Kirschen und Steinobst sollen generell im Sommer nach der Ernte geschnitten werden und zwar so wenig wie möglich, hier sollen nur Bedarfsschnitte wie die Entfernung von Schadstellen oder Fehlentwicklungen geschnitten werden. Unter der Leitung von Christian Müller, Vereinsmitglied und ausgebildeter Streuobstwiesenführer, wurden im Frühjahr zahlreiche alte und neue Obstbäume geschnitten.

    Die IG Streuobstwiese Stauden hat sich zum Ziel gesetzt, die ökologisch wertvollen Streuobstwiesen zu erhalten und ihre Nutzung zu fördern. Die IG fördert zudem den Erhalt alter Sorten wie „Spitzlinger“, „Transparent“ oder „Himbeerapfel“. Diese Sorten waren unter anderem in den Stauden üblich und liefern gute Erträge. Christian Müller veredelt die jungen Bäume und trägt so zum Erhalt der Sorten bei.

    Mit den Staudensäften entsteht ein regionales Naturprodukt, das auch den Bestand der Streuobstwiesen sichert. Wer abschätzen kann, dass sein unbehandeltes Obst im Garten für den Eigenbedarf zu viel ist, kann sich die Sammeltermine ab 10. September vormerken (alle 14 Tage samstags). Das Obst wird direkt und laut IG Streuobstwiese Stauden überdurchschnittlich vergütet. Adressen und Infos zur IG Streuobstwiese Stauden im Internet unter www.diestauden.de. (mz)

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