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Garten: Viel hilft nicht viel

Garten

Viel hilft nicht viel

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    Wer eine Probe seines Gartenbodens untersuchen lässt, kann gezielter düngen.
    Wer eine Probe seines Gartenbodens untersuchen lässt, kann gezielter düngen. Foto: Foto: Landratsamt

    Unterallgäu „Viel hilft viel“ – oft mag das zutreffen; wenn es um das richtige Düngen im Hausgarten geht, muss es laut Markus Orf aber eher heißen: „Viel hilft nicht viel.“ Was man rund ums Düngen wissen sollte und wie man herausfindet, welche Nährstoffe der eigene Garten wirklich braucht, darüber hat der Unterallgäuer Kreisfachberater für Gartenbau jetzt zusammen mit Gartenpfleger Josef Unsin aus Wiedergeltingen im Rahmen eines Infoabends im Mindelheimer Landratsamt gesprochen.

    Spezielle Bohrstöcke beim Gartenbauverein ausleihen

    Um herauszufinden, welche Nährstoffe Salat, Gurken, Rosen oder Rasen wirklich brauchen, empfiehlt es sich laut Orf, Bodenproben zu nehmen und diese von einem Labor untersuchen zu lassen. Am schnellsten und einfachsten funktioniert dies mit speziellen Bohrstöcken, die einige Obst- und Gartenbauvereine auch verleihen. Wer keinen solchen Bohrstock zur Hand hat, kann sich auch mit einem Spaten behelfen (siehe Tipps im Infokasten).

    Bester Zeitpunkt für die Entnahme von Bodenproben ist laut Orf übrigens jetzt im Herbst oder im Frühjahr.

    Warum lohnt es sich aber überhaupt, diesen Aufwand zu betreiben und Bodenproben analysieren zu lassen? Der Nährstoffbedarf der Pflanzen sei sehr unterschiedlich, erklärt der Kreisfachberater. Während beispielsweise Edel- und Strauchrosen oder Tomaten einen hohen Nährstoffbedarf haben, benötigen Feldsalat oder eine Blumenwiese sehr wenige Nährstoffe. Wird zu viel oder zu wenig gedüngt, so wirkt sich dies negativ auf das Wachstum einer Pflanze aus.

    So führen beispielsweise zu große Mengen Stickstoff dazu, dass eine Pflanze anfälliger für Krankheiten und Schädlinge wird und ein weiches und schwammiges Gewebe bekommt. In Maßen verwendet fördert Stickstoff aber wiederum Stängel- und Triebwachstum.

    „Mit Hilfe einer Bodenprobe lässt sich genau feststellen, welche Nährstoffe die jeweilige Fläche benötigt, damit die gewünschten Pflanzen dort am besten gedeihen“, betont Orf. „So kann man ganz gezielt düngen und schützt gleichzeitig Natur, Umwelt und Gewässer.“

    Weiterer Infoabend findet am 14. Januar statt

    Vertieft wird das Thema „Düngen im Hausgarten“ im Rahmen eines weiteren Infotags am Samstag, 14. Januar, ab 9 Uhr im Gasthof Bären in Erkheim. An diesem Tag wird Pflanzenschutz- und Düngeexperte Thomas Schuster von der Regierung von Schwaben anhand von Beispielen zeigen, welche praktischen Schlüsse man aus den Ergebnissen einer Bodenprobe ziehen sollte. (mz)

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