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Stretchlimousine: Von Dubai nach Breitenbrunn

Stretchlimousine

Von Dubai nach Breitenbrunn

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    10000 Kilometer ist Florian Maier nach eigenen Worten durch ganz Deutschland gefahren, nur um irgendwo die Genehmigung für sein Auto zu bekommen. In Landau in der Pfalz hatte er schließlich Glück: Er bekam für sein zwölf Meter langes Gefährt letztlich den „TÜV“ – dank eines Umbaus und einer Ausnahmegenehmigung.
    10000 Kilometer ist Florian Maier nach eigenen Worten durch ganz Deutschland gefahren, nur um irgendwo die Genehmigung für sein Auto zu bekommen. In Landau in der Pfalz hatte er schließlich Glück: Er bekam für sein zwölf Meter langes Gefährt letztlich den „TÜV“ – dank eines Umbaus und einer Ausnahmegenehmigung. Foto: Melanie Hofmann

    Die Geschichte von Florian Maier und seiner zwölf Meter langen Stretchlimousine beginnt in Dubai, führt 10.000 Kilometer durch ganz Deutschland und endet nach einem Zwischenstopp in Landau in der Pfalz schließlich in Breitenbrunn.

    Doch von vorn: Im Jahr 2006 war der Breitenbrunner Florian Maier, damals noch als Monteur für Schallschutztechnik, ein halbes Jahr lang in Dubai. Dort sah er viele Stretchlimousinen durch die Gegend fahren – und dachte sich, dass doch auch er sich eine solche besorgen könne.

    Gedacht, getan: Zurück in Deutschland erkundigte sich Florian Maier, wo es ein solches Gefährt zu kaufen gibt. „8,60 Meter lange Limousinen bekommt man schon relativ preiswert ab 15000 Euro“, erklärt er. Doch er wollte sich abheben von der Masse. Schließlich wird er bei einem Importhändler fündig: 2007 kauft Florian Maier den zwölf Meter langen Lincoln Towncar, Baujahr 1996, der bislang im US-amerikanischen Bundesstaat South Carolina unterwegs war. Wie viel er dafür bezahlt hat, hat Florian Maier bis heute nicht verraten.

    10.000 Kilometer durch Deutschland für den TÜV

    Kaum war das Auto bei ihm angekommen, stand der Breitenbrunner vor dem nächsten Problem: Das Auto hatte keinen deutschen TÜV. Und den zu bekommen, war schwieriger als anfangs erwartet. Durch ganz Deutschland fuhr er mit seiner Limousine, erzählt der heute 27-Jährige, insgesamt 10.000 Kilometer, nur um eine TÜV-Plakette zu bekommen. Doch die Bremsanlage war für deutsche Verhältnisse nicht ausreichend, da das Gewicht des Autos zu hoch war. Erst durch eine Umbaumaßnahme bremst jetzt auch die hintere der drei Achsen.

    Das Hauptproblem war jedoch der große Wendekreis, verursacht durch den großen Radstand. „Der Wendekreis ist größer als bei jedem Sattelzug“, sagt Florian Maier, der die Limousine dank seines Lastwagenführerscheins fahren darf. Erst in Landau in der Pfalz bekam er vom TÜV die lang ersehnte Ausnahmegenehmigung – drei Jahre, nachdem er den Wagen gekauft hatte. „Bislang hat es anscheinend in Deutschland noch keine vergleichbare Zulassung gegeben“, sagt Florian Maier. Sein Auto sei die einzige in Deutschland zugelassene Limousine mit zwölf Metern, ist er sich sicher.

    Jetzt steht das Gefährt unter der Woche in seiner „Garage“, einem Stadel. Am Wochenende werden Auto und Chauffeur für Geburtstagsfeiern, Junggesellen- und Junggesellinnenabschiede oder Hochzeiten gebucht. Florian Maier, der sonst im Kundendienst bei einem Landmaschinenhersteller arbeitet, gefällt der Job als Chauffeur: „Man bekommt viele neue Kontakte und es macht einfach Spaß.“ Sein Hauptberuf kommt ihm dabei sehr entgegen: „Wenn man wegen jeder Kleinigkeit in die Werkstatt muss, würde sich das nicht rechnen.“

    Für ihn ist die Stretchlimousine wie ein Hobby, das sich eben tragen soll. Er selbst hat sich noch nie mit seiner „Limo“ herumkutschieren lassen. „Nur ich fahre die“, sagt er.

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