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Gymnasium: Wer hat Angst vor Buchloe? Türkheim nicht

Gymnasium

Wer hat Angst vor Buchloe? Türkheim nicht

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    Das Türkheimer Gymnasium wird generalsaniert.
    Das Türkheimer Gymnasium wird generalsaniert. Foto: Manuela Antosch

    Der Landkreis und die Marktgemeinde investieren kräftig in das Türkheimer Gymnasium. Schließlich hat die Schule im September Konkurrenz bekommen: In Buchloe wird 2013 ein neues Gymnasium gebaut; dieses Schuljahr haben die ersten Fünftklässer dort angefangen. Jetzt gehe es darum, das Türkheimer Gymnasium so attraktiv zu machen, dass die Schule „auf Augenhöhe mit der neuen Schule in der Nachbarschaft“ sein kann, sagte Landrat Hans-Joachim Weirather bei der Zweckverbandsversammlung. Die Generalsanierung kostet voraussichtlich 11,5 Millionen Euro.

    Das sind die wichtigsten Punkte:

    • Ein wesentlicher Punkt ist die energetische Sanierung. „Das Gymnasium wird nach außen ein ganz neues Gesicht bekommen“, kündigt Landrat Hans Joachim Weirather an. Fassade und Dach würden neu gedämmt. Ein Passivhausstandard sei bei einer Sanierung allerdingst nur schwer zu erreichen – dafür müsste das Haus nämlich aus nach unten gedämmt werden. Weirather rechnet aber damit, dass das Gebäude nach der Sanierung nur noch rund 40 Prozent der Heizkosten von heute (zurzeit rund 55 000 Euro pro Jahr) braucht.
    • Zum Lernen ist frische Luft wichtig: Zu viel Kohlendioxid in der Luft macht müde und unkonzentriert. Deshalb soll die Schule eine neue Lüftungsanlage bekommen. „Allein über die Fenster bekommen wir nicht die ausreichende Sauerstoffkonzentration“, sagt Weirather.
    • Auch die Klassenzimmer werden sich verändern, kündigt der Landrat an: „Sie bekommen ein neues Kleid“; zum Beispiel eine neue Beleuchtung und neue Bodenbeläge. Auch die Sanitäranlagen sollen erneuert werden.
    • Der Brandschutz muss an die aktuellen Vorschriften und Gegebenheiten angepasst werden.
    • Die Haustechnik muss auf den neuesten Stand gebracht werden. Dazu gehört auch die EDV, denn Computer sind in den vergangenen Jahren auch in der Schule immer wichtiger geworden.

    Die Verbandsversammlung hatte sich zuvor einstimmig für die Generalsanierung und gegen den Neubau entscheiden. Sowohl der Architekt als auch die Schulleitung erklärten, dass die bestehenden Flächen passend sind – weder zu groß noch zu klein. „Und der Bestand ist von der Substanz und vom Aufbau her gut“, sagte der Architekt. Den Bestand zu sanieren, wird nach einem ersten Gutachten 11,5 Millionen Euro kosten. Ein Neubau in etwa der gleichen Größe würde 15,4 Millionen Euro kosten, also 3,9 Millionen Euro mehr.

    Einen Zeitplan dafür gibt es schon: Im April soll der Vorentwurf fertig sein, im September der Förderantrag gestellt werden. 2013 soll die Generalsanierung beginnen und in höchstens drei Jahren beendet sein, meinte der Architekt. Dazu schlug er Container als Ausweichklassenzimmer im Hof vor. Das kann sich auch Direktor Folkhart Glaser vorstellen: „Wenn es dafür schneller geht, wäre das sicher machbar. Wir haben ja genügend Platz.“

    Buchloe und die Sanierung sind auch im Haushaltsplan des Zweckverbands die bestimmenden Themen: In diesem Schuljahr hat das Gymnasium zum ersten Mal seit zehn Jahren keine Rekordschülerzahl mehr verzeichnet. Im Gegenteil: Mit 853 Kindern und Jugendlichen besuchen deutlich weniger die Schule als noch ein Jahr zuvor (943). Das liegt zum einen daran, dass das Gymnasium nach dem letzten G9-Abitur nur noch acht Jahrgangsstufen hat.

    Aber natürlich macht sich auch bemerkbar, dass im September in Buchloe die ersten fünften Klassen gestartet sind. So ist die Zahl der Gastschüler aus den umliegenden Landkreisen von 365 auf 297 gesunken. Das macht bares Geld aus: Die Gastschulbeiträge (700 Euro pro Schüler) sind von 255 000 Euro im Vorjahr auf 207 900 Euro gesunken. Das heißt: Die neue Schule in Buchloe kostet das Türkheimer Gymnasium dieses Jahr fast 48 000 Euro auf der Einnahmenseite.

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