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"Wie eine Bombe eingeschlagen"

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"Wie eine Bombe eingeschlagen"

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    CSU-Kreisvorsitzender Klaus Holetschek warb bei einem Treffen mit Horst Köhler und seiner Frau Eva-Luise für die Kneippstadt Bad Wörishofen. Foto: mz
    CSU-Kreisvorsitzender Klaus Holetschek warb bei einem Treffen mit Horst Köhler und seiner Frau Eva-Luise für die Kneippstadt Bad Wörishofen. Foto: mz Foto: mz

    Bedauerlich sei Köhlers Rücktritt zudem auch, "weil er sein Amt mustergültig und unabhängig ausgeführt hat", so Holetschek. "In Zeiten, die nicht ganz so einfach sind, hatten wir mit Horst Köhler einen Präsidenten, der stabilisierend gewirkt hat." Auch beim Übermittler der Nachricht, Finanz-Staatssekretär Franz Pschierer (CSU) hat "die Nachricht wie eine Bombe eingeschlagen". Dabei sei die Nachricht vom Rücktritt Köhlers für Pschierer genauso heftig wie überraschend gewesen. "Es kommt für mich aus heiterem Himmel, ich bedauere das."

    Der Rücktritt des Bundespräsidenten sei ein Schlag für die gesamte Bundesrepublik - gerade jetzt, wo es eine große Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung gebe.

    Pschierer kann Gründe für den Rücktritt nicht nachvollziehen

    Pschierer betonte, zwar Respekt für die Entscheidung Köhlers zu haben, jedoch die Gründe nicht ganz nachvollziehen zu können. Köhler begründete seinen Schritt mit der heftigen Kritik an ihm, die nach der Äußerung zum Kriegseinsatz der Bundeswehr auf ihn eingeprasselt war. "Seine Aussage ist falsch verstanden worden, er hat sich niemals auf Afghanistan bezogen", sagt Pschierer. Köhler sprach in einem Radio-Interview davon, "dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege". Später relativierte er seine Aussagen. Dass das ehemals souveräne Staatsoberhaupt sich zuletzt zunehmend dünnhäutig zeigte, mag seinen Ursprung in der aktuellen wirtschaftlichen Situation haben: "Es kann sein, dass die konfliktträchtige Lage rund um die Wirtschaftskrise nicht spurlos an ihm vorübergegangen ist."

    Die teils heftige Kritik an Köhler konnte auch Landrat Hans-Joachim Weirather (Freie Wähler) nicht nachvollziehen: "Herrn Köhler imperialistische Grundtendenzen zu unterstellen, halte ich für weit hergeholt." Dass sich aber auch Köhler davon hat beeindrucken lassen, überraschte den Landrat. Doch obwohl Weirather Horst Köhler sehr schätzte, sei dessen Entscheidung kein Grund für Panik. "Auch wenn es tagespolitisch ein großes Ereignis ist: Es wird auch nach Horst Köhler einen Bundespräsidenten oder eine Bundespräsidentin geben."

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