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Tradition: Wie man zum König wird

Tradition

Wie man zum König wird

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    Ein Ansteckbutton weist die vier Mädchen als Sternsinger aus.
    Ein Ansteckbutton weist die vier Mädchen als Sternsinger aus.

    Pfaffenhausen Bis ein Sternsinger auch wie einer der Heiligen Drei Könige aussieht, dauert es ein wenig. Eine halbe Stunde muss man schon rechnen, bis die vielen Kleiderschichten angezogen sind und der „Mohr“ schwarz geschminkt ist.

    In Pfaffenhausen herrscht dennoch Gelassenheit: Magdalena Hölzle (14) und ihre Freundinnen Maria Moser (13), Anna-Lena Großmann (13) und Larissa Tröbelsberger (15) sind schon seit fünf Jahren als Sternsinger unterwegs. Heuer sei es ja angenehm, erzählen die Mädchen routiniert. „Aber vergangenes Jahr war es wirklich richtig kalt“, erinnert sich Anna-Lena.

    Doch trotz des vergleichsweise warmen Winters sind die vier Schülerinnen dick angezogen: Über Strumpfhose und/oder Skiunterwäsche tragen sie mehrere Schichten, dicke Pullis oder Jacken. Erst darüber wird das Königsgewand – bestehend aus Unterrock und Chorgewand – angezogen; Anna-Lena trägt die Kleidung der Ministranten. Handschuhe wärmen die schnell klamm werdenden Finger, Stirnband oder Mützen schützen Kopf und Ohren – und dann erst wird die Krone aufgesetzt. Zuletzt bemalt sich „Mohr“ Larissa mit schwarzer Faschingsschminke das Gesicht.

    Und so ziehen die vier Mädchen nach ihrer Verwandlung zu Königen durch die Straßen ihres Ortes – wie so viele andere ehrenamtliche Sternsinger auch, die derzeit im Unterallgäu unterwegs sind und Spenden sammeln. (home)

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