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Auszeichnung: Wo Musik zum guten Ton gehört

Auszeichnung

Wo Musik zum guten Ton gehört

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    Susanne Glanz gab den ersten Impuls und bekam dafür jetzt Blumen von Direktor Franz Kroner.
    Susanne Glanz gab den ersten Impuls und bekam dafür jetzt Blumen von Direktor Franz Kroner.

    Mindelheim Für das Maristenkolleg und besonders für Musiklehrerin Susanne Glanz ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Die Realschule wurde in den Kreis der „Klasse-im-puls“- Schulen, ein Gemeinschaftsprojekt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und der Universität Erlangen-Nürnberg aufgenommen. Projektmanager Tobias Fichte war persönlich nach Mindelheim gekommen, um die gute Nachricht zu verkünden.

    Die Aufnahme der Streicherklassen in das bayernweite Musiknetz war für die Lehrkräfte der Realschule Grund genug, um mit Schülern, Eltern und Ehrengästen im Musiksaal gebührend zu feiern. Dort musizierten die jungen Instrumentalisten zwischen den Grußworten, was das Zeug hielt. Von ihren Notenpulten erklangen moderne, aber auch klassische Ohrwürmer. Da durften der „Herbst“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und ein schmissiger „Can-Can“ von Jaques Offenbach nicht fehlen. „Erstaunlich, welche Fortschritte die jungen Musiker seit Beginn des Schuljahres gemacht haben“, fand Maria Schmölz. Die Konrektorin der Realschule machte deutlich: „Mit dem Erlernen eines Instrumentes erwerben die Schüler einen Schatz fürs Leben, den ihnen keiner mehr nehmen kann.“ Beim gemeinsamen Musizieren würden sie ihre Klasse neu erleben und mehr Selbstbewusstsein gewinnen.

    Ähnlich äußerte sich in einem Grußwort auch Projektleiter Tobias Fichte. Er würdigte vor allem die „großartigen musikalischen Leistungen“ der Schüler und die „wertvolle Arbeit“ der Lehrer. Die Förderung der Streicherklassen sei mehr als verdient, betonte er und stimmte in das Credo des ehemaligen Bundesinnenministers Otto Schilly ein, der in der musikalischen Ausbildung der Jugend einen entscheidenden Beitrag zur Bewahrung der inneren Sicherheit sah. „Wer ein Instrument spielt, mit Gleichgesinnten Musik macht und Anerkennung erfährt“, so Fichte, „hat es nicht nötig, durch destruktives Verhalten auf sich aufmerksam zu machen“.

    Welche berühmten Geiger kennt ihr, fragte Realschuldirektor Franz Kroner an die Jungs gewandt. Yehudi Menuhin oder vielleicht Paganini? Fehlanzeige! Mit David Garrett hatte er da schon mehr Glück. Da schnellten alle Finger in die Höhe. Der Schulleiter freute sich, dass Musik an der Realschule des Maristenkollegs nun „zum guten Ton gehört“, bedauerte aber, „dass in unserer technikorientierten Welt Musik- und Kunsterziehung oft viel zu kurz kommen“. Dabei, gab Kroner zu bedenken, verschaffe das Musizieren in einem Ensemble doch ein besonderes Gefühl des Zusammengehörens. Gemeinsames Erarbeiten eines Stückes, aufeinander Hören, das Feilen an schwierigen Passagen und letztlich das Glücksgefühl nach erfolgreichem Auftritt schweiße zusammen.

    Das von Kroner erwähnte Glücksgefühl machte sich nach dem virtuosen Auftritt ihrer Schützlinge sichtbar auch bei Musiklehrerin Susanne Glanz breit. Ihr Engagement wurde mit Blumen und herzlichen Dankesworten belohnt. Die leidenschaftliche Geigerin hatte den entscheidenden Impuls für eine Aufnahme in den Kreis der „Klasse-im-puls“-Schulen gegeben.

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