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Wirtschaft: Zittern um 38 Arbeitsplätze in Anhofen

Wirtschaft

Zittern um 38 Arbeitsplätze in Anhofen

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    Michaela Bahle-Schmid
    Michaela Bahle-Schmid

    Anhofen Das Holzwerk Schmid GmbH & Co. KG in Anhofen, Gemeinde Markt Wald, hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 38 Mitarbeiter. Allerdings läuft der Geschäftsbetrieb derzeit weiter.

    Das Insolvenzgericht Memmingen hat Rechtsanwalt Alexander Hubl zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das Holzwerk Schmid ist im Bereich der industriellen Verarbeitung von Holz tätig und fertigt unter anderem für Baumärkte Leimholzplatten. Des Weiteren vertreibt das Unternehmen Material aus diesem Produktsegment als Handelsware.

    Hauptursache seien die stark gestiegenen Preise beim Einkauf

    Die Geschäftsführung des Unternehmens hat Michaela Bahle-Schmid seit rund einem halben Jahr inne. Zur Begründung der Schieflage nannte sie zwei Umstände. Hauptursache seien die stark gestiegenen Preise beim Holzeinkauf. Diese konnten nicht im ausreichenden Umfang an Kunden weitergegeben werden. Eine große Rolle hätten auch die Großsägewerke gespielt, die sich in den vergangenen Jahren in Süddeutschland angesiedelt haben.

    Rundholz sei zuletzt nur sehr begrenzt zu bekommen gewesen. Für Schnittholz seien die Preise stark angestiegen, sagte Michaela Bahle-Schmid. Das Holzwerk Schmid ist aber auch durch eine Insolvenz eines seiner Hauptkunden betroffen. Auf eine größere Forderung musste das Unternehmen verzichten.

    Der Geschäftsbetrieb läuft derzeit mit Zustimmung des Insolvenzverwalters uneingeschränkt weiter. Für die Übernahme des Unternehmens seien bereits erste Gespräche geführt worden. Michaela Bahle-Schmid äußerte sich zuversichtlich, dass die Arbeitsplätze gerettet werden können.

    Insolvenzverwalter Alexander Hubl ist Partner der Kanzlei Schneider, Geiwitz & Partner mit über 200 Mitarbeitern an elf Standorten.

    Das Holzwerk Schmid ist in der Nachkriegszeit als Familienbetrieb gegründet worden. In der heutigen Form besteht das Unternehmen seit 1996. Dass zu wenig Holz auf dem Markt ist, hatte der Leiter des Bereichs Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Rainer Nützel, bereits im vergangenen Jahr im Gespräch mit der MZ gesagt.

    Ein Teil der Waldbesitzer rechne mit Geldentwertung. „Lieber lassen sie ihren Wald stehen“, sagte Nützel damals. Das Geld auf die Bank tragen wollen sie nicht, schon gar nicht zu den historisch niedrigen Zinsen. Vor gut einem Jahr hatte die Nachfrage nach Holz stark angezogen.

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