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Brauchtum II: Zwei Schandbäume im Fuggermarkt

Brauchtum II

Zwei Schandbäume im Fuggermarkt

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    Zwei Schandbäume im Fuggermarkt
    Zwei Schandbäume im Fuggermarkt

    Kirchheim Armer Fuggermarkt! Seit Jahrzehnten ist es Tradition, dass auf dem Kirchheimer Marktplatz ein mächtiger und schön geschmückter Maibaum steht. Und was ist heuer passiert? Statt eines Mairiesen ziert ein kümmerlicher und buckliger Besenstiel mit einem abgefallenen Christbaum als Spitze die Ortsmitte. Aufgestellt wurde dieser Schandbaum laut angebrachter Tafel „In tiefer Verbundenheit“ von den letzten Maibaumstellern der Gemeinde. Weiter wird informiert: „In Anerkennung und Dankbarkeit spenden wir diesen Maien den Kirchheimer Vereinen“. Scheinbar haben sich doch noch einige Bürger Gedanken darüber gemacht, warum sich heuer niemand gefunden hat, einen Maibaum zu stellen.

    Wie Bürgermeister Hermann Lochbronner versichert, stelle der Markt aus dem Gemeindewald stets einen Baum, finanziere den Kran für Auf- und Abbau und spare auch nicht mit Brotzeit und Freibier. Aber die Kirchheimer und die Besucher des Fuggermarktes brauchen nicht ganz auf Maibäume zu verzichten, wie die Schilder auf dem zweiten Schandbaum gegenüber dem Marktplatz kundtun. Der untere Pfeil weist auf den privaten Maibaum der „Wanderfreunde“ hin, der im Hof beim Gasthaus „Schwarzer Adler“ steht. Nur 1,4 Kilometer sind es zum Kirchheimer Gemeindeteil Derndorf. Dort steht beim Kindergarten heuer erstmals ein Maibaum. Er ist zwar nicht riesengroß, dafür aber wunderschön hergerichtet. (kk)

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