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15-Jährige rettet Hund aus Mühlbach

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15-Jährige rettet Hund aus Mühlbach

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    Das ist das Mädchentrio, dem ein Bernhardiner-Mischling sein Leben verdankt. Im Bild die mutige Christina (Mitte) flankiert von ihren Freundinnen Jennifer und Veronika.
    Das ist das Mädchentrio, dem ein Bernhardiner-Mischling sein Leben verdankt. Im Bild die mutige Christina (Mitte) flankiert von ihren Freundinnen Jennifer und Veronika.

    Vöhringen Dem beherzten Zupacken der 15-jährigen Christina Rettich verdankt ein Bernhardiner-Mischling, dass er nicht elendig im eiskalten Mühlbach ertrinken musste. „Ich habe einfach mein Gehirn ausgeschaltet, nicht an Gefahren gedacht, bin ins Wasser gestiegen und hab’ den Hund aus dem Wasser gezogen.“ Hilfe hatte sie dabei von Massimo Ananasso und Familie aus der Pizzeria „Taormina“ und anderen Passanten.

    Veronika, Jennifer und Christina sind Freundinnen. Jennifer wohnt in Altenstadt, Christina in Bellenberg und Veronika in Vöhringen. Das Trio hatte sich am Mittwoch in Vöhringen getroffen und machte sich gegen 18 Uhr auf den Heimweg Richtung Bahnhof. Jennifer und Christina wollten mit dem Zug nach Hause fahren. Sie waren auf dem Fliederweg unterwegs als Veronika plötzlich im Mühlbach einen Hund entdeckte, der verzweifelt versuchte an Land zu kommen, aber es nicht schaffte, die Uferböschung zu erklimmen. Auch für die Mädchen war es unmöglich an das Tier heranzukommen.

    „Wir sahen, dass der Hund immer weiter in Richtung Brücke abgetrieben wurde“, berichtet Christina. Was tun? Da überlegte die Fünfzehnjährige nicht lange und wählte per Handy die Rettungsleitstelle an. Die wiederum verständigte die Freiwillige Feuerwehr Vöhringen. Tierrettung war angesagt, berichtet Kommandant Werner Wildt. Er beauftragte zwei seiner Mannen, die sofort los brausten.

    Aber die Situation des Hundes war prekär geworden, er war bereits bei der Brücke angelangt. Darauf handelte Christina spontan, streifte die Schuhe ab, stieg die Stufen hinunter, kletterte über den Sicherheitszaun, stand auf dem schmalen Steinrand und versuchte den Hund zu packen, was auch gelang. Ein Bernhardiner-Mischling ist ein großes Tier, ein bisschen viel für ein junges Mädchen.

    Hund passt nicht ins Feuerwehrfahrzeug

    Aber da war schon Massimo Ananasso zur Stelle und zog mit Hilfe von Jennifer und Veronika sowie einem Mann den Hund endgültig aus dem Bach. Auch die Feuerwehr war eingetroffen. Aber der Hund passte wegen seiner Größe nicht in das Kommandofahrzeug, berichten die Mädchen. Hilfe kam von einer Frau, die das Tier in den Kofferraum ihres Wagens setzte und sozusagen unter Schutz der Feuerwehr zur Tierärztin Dr. Ursula Klingbeil brachte. Die Feuerwehrleute waren übrigens voll des Lobes über das couragierte Verhalten von Christina, Jennifer und Veronika.

    Als Tierärztin Ursula Klingbeil den Hund sah, stellte sie fest, „dass das Tier stark abgemagert war.“ Sie gab ihm erst mal etwas zu fressen. „Man konnte gar nicht so schnell gucken, wie das Tier den Napf leer hatte.“ Da gab es dann noch Nachschlag. Die Tierärztin erkannte, dass es sich um einen Bernhardiner-Mischling handelte, der eigentlich rund 48 Kilo auf die Waage bringen sollte, aber gerade mal die Hälfte wog. Ihr Verdacht: Möglicherweise wollte sich jemand des Tieres entledigen.

    „Ich bin froh, dass Veronika und Jennifer dabei waren“, sagte gestern Christina erleichtert „und dass wir auch Hilfe von anderen bekamen. Jetzt hoffen die Freundinnen, dass es dem Vierbeiner bald wieder gut gehen wird. Solange bleibt er noch bei der Tierärztin.

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