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60 Jahre - und kein bisschen leise

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60 Jahre - und kein bisschen leise

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    Zu einem strahlenden Jubiläumskonzert wurde das Frühjahrskonzert des Oberelchinger Männergesangvereines "Sängertreu" im Konstantin-Vidal-Haus. Foto: Manfred Deger
    Zu einem strahlenden Jubiläumskonzert wurde das Frühjahrskonzert des Oberelchinger Männergesangvereines "Sängertreu" im Konstantin-Vidal-Haus. Foto: Manfred Deger Foto: Manfred Deger

    KSV-Sängerriege gratuliert musikalisch

    Musikalische Gratulanten zum 60. Geburtstag waren die Sangesbrüder der KSV-Sängerriege aus Unterelchingen, die zusammen mit dem Geburtstagskind die ersten vier Lieder des Abends interpretierten. Darunter auch die altrussische Legende von den "Zwölf Räubern", die im tiefen Wald von Gold und Edelsteinen träumten. Einer von ihnen verließ wegen einer unerfüllten Liebe die Räuberschar und landete im Kloster. "Darum bin ich meiner Sängerschar treu geblieben", lachte Dirigent Erwin Plebst.

    Er ist Gründungsmitglied, gehört dem Verein 60 Jahre an und dirigiert den Oberelchinger Männerchor seit 46 Jahren. "Dass bei uns nicht nur gesangliche, sondern auch freundschaftliche Harmonie herrscht, beweist die Tatsache, dass wir in 60 Jahren nur drei Dirigenten hatten und dass unser Gründungsmitglied Erwin Plebst dieses Amt zur Freude des Chores immer noch ausübt", unterstrich der Vereinsvorsitzende Hanns Baumann in seiner Rückschau.

    In den ersten 14 Jahren des Vereines schwangen Johann Wanner und Johannes Beer den Dirigentenstab. Vorläufer des Chores war der Chor des Katholischen Arbeitervereines, der unter dem nationalsozialistischen System aufgelöst wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete sich unter dem Dach des Sportvereines eine Sängerriege, bis schließlich 22 Sänger im Jahre 1950 den Gesangverein "Sängertreu" gründeten. Seit dieser Zeit wird auch das traditionelle Frühjahrskonzert des Gesangvereines veranstaltet.

    Musikalisch verstärkt wurden die Oberelchinger Sänger von der Unterelchinger Sängerriege, deren Dirigent Guido Thoma von seiner Frau Diana vertreten wurde, die nicht nur mit einem einfühlsamen Dirigat sondern auch mit einem bemerkenswerten Gesangssolo brillierte. Letzteres trifft auch auf die Solisten Peter Burmeister, Walter Färber, Manfred Hohlfeld und Siegfried Tiefenbeck zu. Zusammen mit Alfred Bronner am Klavier und Magnus Zeller mit der Violine sorgten sie dafür, dass das Jubiläumskonzert zu einem Chorereignis der Höhepunkte wurde.

    Publikum durfte mit einstimmen

    Magnus Zeller hat übrigens mit seiner Geige schon das Gründungskonzert vor 60 Jahren begleitet, wie Peter Burmeister bemerkte. Wie immer führte er kenntnisreich durch das Programm, an dem auch das Publikum mit den ausgedruckten Texten des Medleys "Der Mai ist gekommen", "Das Leben bringt groß Freud", "Rosenstock Holderblüh", "Horch was kommt von draußen rein", "Wenn alle Brünnlein fließen" und "Muss i denn zum Städtele hinaus" teilhaben konnte.

    Von den Ohrwürmern aus den Operetten "Im Reiche des Indra" und "Gräfin Mariza" über das "Kleine Wegerl im Helenental" aus dem Singspiel "Brilianten aus Wien" bis zu Wiener Spezialitäten und dem schwungvollen Donauwalzer oder dem beseelt-rhythmischen Spiritual "Deep river" reichten die Darbietungen der beiden Chöre, der Solisten und Musikanten. Das mit großem Beifall bedachte Konzert zeigte, dass die Chormusik lebt und dass sie nicht nur in Oberelchingen auch in den nächsten 60 Jahren leben wird. (mde)

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