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Theater UlmUlm: Am Puls der Zeit

Theater UlmUlm

Am Puls der Zeit

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    Wolfgang Lackerschmidt (r.) neben Markus Lüpertz im Podium.
    Wolfgang Lackerschmidt (r.) neben Markus Lüpertz im Podium. Foto: Foto: roma

    Ulm Im Kulturausschuss hat Theaterintendant Andreas von Studnitz den Spielplan 2012/2013 vorgelegt. Obwohl die Wilhelmsburg in diesem Sommer nicht im Leporello steht, war die „Burg“, die immer noch im zweijährigen Turnus bespielt wird, ein Debattenthema. „Die Wilhelmsburg gehört zu Ulm wie das Ulmer Münster“, beschrieb Studnitz den Stellenwert der beliebten Freilichtspielstätte. Sommer 2013 sollen das Flower-Power-Musical „Hair“ und Zuckmayers populärer Komödienklassiker „Hauptmann von Köpenick“ das Publikum wieder in Wallungen versetzen.

    Umsonst geht nichts auf der „Burg“

    Ein einjähriger Theaterturnus auf der Sommerspielstätte unter freiem Himmel, wie ihn Christof Nagel (CDU) in weiteren Ausschusssitzungen immer wieder ins Spiel bringen will, warum nicht? „Doch umsonst geht nichts“, meinte Kulturbürgermeisterin Sabine Mayer-Dölle. Fürs Theater ist die Burg laut Studnitz jedenfalls „Ein Riesenmultiplikator“.

    Studnitz wird im September nach den großen Ferien in seinem 7. Ulmer Jahr unterm Spielzeitmotto „gemein.de“ mit Joshua Sobols „Ghetto“-Stück“ mit Schauspielern die musikalische Eröffnungsproduktion inszenieren. Für das Arrangement der vielen Lieder und Songs im Kletzmer-Stil konnte der international renommierte gebürtige Ehinger Vibrafonist Wolfgang Lackerschmid gewonnen werden, der vor ein paar Monaten Dreh- und Angelpunkt in der Jazzband des Malers Markus Lüpertz im Podium gewesen ist. Markiert Oscar Wildes wortwitzige Komödie „Bunbury“ den Schauspielauftakt, erarbeitet die Ballettkompanie für Verdis „Requiem ein szenisches Konzept – und für den großen Ballettabend mit den Ulmer Philharmonikern ist Strawinskys „Sacre du Printemps“ vorgesehen. Charakteristisch für die Spielzeit 2012/13 sollen in Zeiten der 20-Millionen-Generalsanierung des Theaters am Karajan-Platz Kooperationen und ungewöhnliche Spielorte sein: Theaterkantine („Titanic“), Gedenkstätte Oberer Kuhberg („Antigone“) oder das Ulmer Münster (7. Brucknersinfonie). Im Folgenden weitere Produktionen.

    Musiktheater: Für drei Opernprojekte wollen Generalmusikdirektor Timo Handschuh und Operndirektor Matthias Kaiser an einem Strang ziehen. Im abendfüllenden Großprojekt soll Puccinis „Trittico“ komplett gespielt werden: Zum Schicksalsdrama „Tabarro“ (Der Mantel) gesellen sich „Suor Angelica“ und „Gianni Schicchi“. Zweitens die Musiktheaterproduktionen: von Francis Poulencs Märtyrerwerk „Dialogues de Carmélites“ – drittens Verdis „Requiem“ in Zusammenwirken mit Roberto Scafatis Ballettkompanie. Und zum Wagner-Jubiläum wird „Der Ring an einem Abend“ mit Loriot-Kommentaren gespickt und von Kapellmeister Nils Schwekendiek dirigiert. Weitere Opernbausteine: Donizettis „Don Pasquale“ und Lortzings „Wildschütz“.

    Schauspiel: Zwei Uraufführungen (darunter Michael Sommers Sophie Scholl-Geschichte als „Antigone“ im Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg) sind im Programm vorgesehen. Nach dem „Bunbury“-Start winken Lorca („Bernarda Albas Haus“) und Beckett („Warten auf Godot“ im Großen Haus). Dazu „Killerinstinkt“ des Amerikaners Nicholas Pierpan. Im Podium kommt ein „Faustreloaded“ als Kammerspiel, Felicia Zellers „Gespräche mit Astronauten“, des polnischen Dramatikers Michael Wakczak Farce „Die Elchjagd“ sowie Thomas Bernhards Mutter-Tochter-Drama „Am Ziel“. Oliver Reeses Stück „Bartsch, Kindermörder“, soll an einem ungewöhnlichen Ort aufgeführt werden. Und Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ ist das Weihnachtsmärchen.

    Ballett: Nach Verdis „Requiem“ und Strawinskys „Sacre du Printemps“ tanzt die Ballettkompanie im Scafatis Uraufführung „Palimpest“ im Podium.

    Konzerte: Zu fünf philharmonischen Konzerten im CCU kommen das Neujahrskonzert sowie Glacis-, Parade-, Kinderkonzerte (Karneval der Tiere“ im Podium) und das Schwörkonzert in Kooperation mit der Ulmer Münsterkantorei. Beim zweiten philharmonischen Konzert wird wegen der zu erwartenden großen Kartennachfrage eine Zusatzvorstellung am 6. März (nach dem Auftakt am 5. März im Einsteinsaal) eingerichtet: Martina Langenbucher singt „Wagners „Isolde“.

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