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Einweihung: Anfang vom Ende der Zersplitterung

Einweihung

Anfang vom Ende der Zersplitterung

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    Baudirektor Peter Mayer vom Staatlichen Bauamt Krumbach (Mitte) übergibt Justizministerin Dr. Beate Merk und Amtsgerichtsdirektor Thomas Mayer den symbolischen Schlüssel zum neuen Justizzentrum.
    Baudirektor Peter Mayer vom Staatlichen Bauamt Krumbach (Mitte) übergibt Justizministerin Dr. Beate Merk und Amtsgerichtsdirektor Thomas Mayer den symbolischen Schlüssel zum neuen Justizzentrum. Foto: Foto: anbr

    Neu-Ulm Mit einem kleinen Festakt ist gestern die endgültige Fertigstellung des neuen Justizzentrums an der Schützenstraße 58/60 in Neu-Ulm gefeiert worden – mehr als dreieinhalb Jahre nach dem symbolischen ersten „Baggerbiss“ im Oktober 2007 und dem Ausräumen mehrerer Hindernisse, wie Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk die Gäste erinnerte.

    Mit dem neuen Gerichtsgebäude – bestehend aus der früheren Polizeiwache, dem Straßenbauamt und einem neu gebauten Verbindungstrakt – sei der „Anfang vom Ende der Zersplitterung der Neu-Ulmer Justiz“ gemacht worden, so Dr. Merk.

    War das Amtsgericht früher auf drei Standorte verteilt (unter anderem im Illertisser Vöhlinschloss), so sind es derzeit noch zwei: im besagten Neubau und nach wie vor am Heiner-Metzger-Platz beim Neu-Ulmer Bahnhof. Im Frühjahr 2013, wenn mit der „Runderneuerung“ des bisherigen Strafgerichts der dritte und letzte Bauabschnitt unter Dach und Fach sein wird, wird dann Justitia komplett an der Schützenstraße Quartier bezogen haben. Beate Merk rechnete vor, dass bis dahin der Freistaat Bayern über 9,6 Millionen Euro „in die Stärkung des Justizstandorts Neu-Ulm“ investiert haben wird.

    „Wirklich harte Verhandlungen“

    Nicht ohne Stolz berichtete die Ministerin, dass die Baumaßnahme trotz angespannter Haushaltslage erfolgt ist, wenngleich „nach wirklich harten Verhandlungen“.

    Hausherr und Amtsgerichtsdirektor Thomas Mayer begrüßte neben den zahlreichen Vertretern von Justiz, Politik, Polizei und Geistlichkeit ganz besonders seinen Vorgänger Dr. Bernt Münzenberg, unter dessen Ägide die Bauarbeiten begonnen haben. „Jetzt kannst Du die Früchte Deiner Arbeit begutachten.“ Mayer dankte in seiner Rede ausdrücklich dem Geschäftsleiter des Amtsgerichts, Karl Hofer. Ginge es nach Mayer, müsste Hofer „einen Orden“ für sein Engagement im Rahmen der Bauarbeiten erhalten.

    Der Amtsgerichtsdirektor wertete das neue, „beispielhafte“ Justizzentrum als einen Beweis dafür, dass der Rechtsstaat die „Dritte Gewalt angemessen“ ausstattet.

    Ganz ähnlich äußerte sich der Neu-Ulmer Oberbürgermeister Gerold Noerenberg. Das Gericht, „zentraler Bestandteil des städtischen Lebens“, sei ein wichtiger Baustein im Bemühen der Stadt, die Innenstadt zu sanieren. Noerenberg: „Das Gebäude macht die Stadt schöner.“ Gewinner seien demnach auch die Bürger.

    Schwungvoll umrahmt wurde der Festakt vom Posaunenquartett der Neu-Ulmer Musikschule unter der Leitung von Rainer Häußler.

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