Neu-Ulm Die Hoffnungen auf ein attraktives Programm im Sportpark Wiley bekommen einen weiteren Dämpfer: Wie der Konzertveranstalter Carlheinz Gern auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte, wird es auch diesen Sommer keine Neuauflage des „Wiley Open Air“ geben. Bei der Premiere mit den Toten Hosen waren 2009 rund 15000 Besucher auf das ehemalige Landesgartenschaugelände geströmt.
Als Grund für den erneuten Verzicht nennt Gern, der das Open Air zusammen mit den größeren Konzertagenturen Provinztour und Koko & DTK aus der Taufe hob, dass auch in diesem Jahr wieder keine zugkräftige Band für Neu-Ulm zu haben sei. In den vergangenen Jahren hatten Gern und seine Kollegen das relativ große finanzielle Risiko einer Veranstaltung im Wiley gescheut. Vom Sportpark als Standort ist der Veranstalter aber weiterhin überzeugt: Im kommenden Jahr hofft er, gemeinsam mit den Kollegen erneut ein „Wiley Open Air“ mit einer populären Band als Zugpferd auf die Beine zu stellen. Solche Ankündigungen hatten sich aber schon in den vergangenen Jahren immer wieder in Luft aufgelöst.
Der Untergrund bereitet Veranstaltern Probleme
Wie vor Kurzem gemeldet, findet auch der „SommerTagTraum“ mit dem französischen Star-DJ David Guetta, der 2011 nach Veranstalterangaben über 15000 Menschen ins Wiley lockte, dieses Jahr am 17. Mai in der Ulmer Friedrichsau statt. Grund für die Verlegung ist der empfindliche Untergrund, der nach Einschätzung der Stadt nur im Sommer bespielt werden kann. Mit dem sensiblen Geläuf hat auch Gern seine Erfahrungen: Obwohl das „Wiley Open Air“ 2009 bei schönstem Wetter stattfand, musste das Areal danach für rund 3000 Euro wiederhergestellt werden. „Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie das bei Regen gewesen wäre“, sagt Gern.
In den vergangenen Jahren kam aber dennoch immer ein Programm zustande. Nach Angaben der Stadt laufen derzeit Gespräche mit mehreren Interessenten. (mgo)