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Stadtbild: Aus Alt mach Neu auf dem Braun-Areal

Stadtbild

Aus Alt mach Neu auf dem Braun-Areal

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    Der künftige Blick vom Eingangsbereich der Donauklinik aus auf das Braun-Areal. Links im Bild das neue Haus an der Krankenhausstraße 10, rechts das geplante Gebäude an der Luitpoldstraße.
    Der künftige Blick vom Eingangsbereich der Donauklinik aus auf das Braun-Areal. Links im Bild das neue Haus an der Krankenhausstraße 10, rechts das geplante Gebäude an der Luitpoldstraße.

    Neu-Ulm Das Viertel rund um die Neu-Ulmer Donauklinik wird in den kommenden Jahren sein Aussehen gehörig verändern: Realgrund baut auf der Flussmeisterei und dem Weiss-Gelände, der Konzertsaal und die umliegenden Gebäude werden umgemodelt – und auch die Baugenossenschaft Neu-Ulm (BGNU) wird tätig.

    Voraussichtlich Ende dieses Jahres beginnt die BGNU damit, das sogenannte Braun Areal – benannt nach einem ehemaligen Schreiner, der dort seine Werkstatt hatte – an Krankenhaus-, Luitpold- und Silcherstraße nach den Plänen des Ulmer Architekturbüros Mühlich, Fink und Partner bis 2016 in drei Schritten umzugestalten.

    Bauabschnitt eins betrifft das Gebäude an der Krankenhausstraße 10, so BGNU-Geschäftsführer Uwe Fliegner. Das Haus, das bereits leer steht, wird durch ein „fünf- bis sechsgeschossiges“ Haus mit 14 Eigentumswohnungen ersetzt.

    Voraussichtlich Ende 2013 wird dann mit dem Block an der Silcherstraße weitergemacht. Nach dessen Abriss wird ein ebenfalls kubisches Gebäude mit fünf Etagen im Rahmen des „geförderten Wohnungsbaus“ hochgezogen, in dem 22 Sozialwohnungen Platz finden.

    In einem dritten Schritt wird von Ende 2014 an der Wohnblock an der Silcherstraße in Angriff genommen. Der dortige Neubau gleicht dem Neubau an der Silcherstraße, beinhaltet ebenfalls 22 Wohnungen und wird „frei“ finanziert.

    2500 Quadratmeter großer Hof mit Tiefgarage darunter

    Aus der Vogelperspektive betrachtet, bilden die drei neuen Häuser einen dreieckigen Hof mit circa 2500 Quadratmetern, unter den eine Tiefgarage verbuddelt werden wird. Die Oberfläche wird begrünt und mit einem Spielplatz bestückt.

    Uwe Fliegner schätzt derzeit, dass die Neugestaltung des Braun-Areals unterm Strich wohl zehn Millionen kosten wird. Finanziert wird quasi peu à peu.

    Mit dem Geld für das Haus an der Krankenhausstraße soll der Umbau des Sozialwohnungsbaus an der Silcherstraße bezahlt werden. Wenn das neue Haus an der Silcherstraße steht, können unter Umständen dort Mieter einziehen, die wegen des Abrisses aus dem Gebäude Luitpoldstraße ausziehen müssen.

    Fliegner versichert, dass alles „sozialverträglich“ über die Bühne gehen werde. „Keiner wird rausgeworfen.“

    Wie viel Mieter für den Quadratmeter einer Wohnung dereinst berappen müssen, ist größtenteils nicht klar. Fest steht nur der Satz für Sozialwohnungen: In Neu-Ulm ist er auf 6,30 Euro „gedeckelt“. Laut BGNU-Geschäftsführer sind bei frei finanzierten Mietwohnungen Quadratmeterpreise bis zu zehn Euro denkbar – „in der Spitze“, wie er hinzufügt.

    Dass das Büro Mühlich, Fink und Partner plant, entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie.

    Dieselben Architekten arbeiten auch für Realgrund auf der Flussmeisterei und dem Weiss-Gelände. Fliegner berichtet, dass die Ulmer eine Art Wettbewerb gewonnen hatten, an dem fünf Planungsbüros teilgenommen hatten.

    Letztendlich sprach sich die Jury, bestehend aus Fliegner und seiner BGNU-Vorstandskollegin Friederike Draesner, Christoph Neis (Ulmer Heimstatt) und Neu-Ulms Stadtbaudirektor Andreas Neureuther, „einstimmig“ für die Mühlich-Planung aus.

    Ein Grund dafür war laut Fliegner: „Wir sind nicht das Abziehbild von Realgrund.“

    Fliegner hofft, in spätestens drei Monaten den Bauantrag bei der Stadt einreichen zu können.

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