Das 40 Jahre alte Johanneshaus, weltlicher Treffpunkt der Neu-Ulmer Pfarrgemeinde St. Johann Babptist, gehört in wenigen Tagen der Vergangenheit an. Bagger haben begonnen, den nüchternen Bau aus grauem Sichtbeton Stück um Stück abzutragen.
Bausubstanz weist eklatante Mängel auf
Wie berichtet, muss das Haus wegen eklatanter Mängel in der Bausubstanz abgerissen werden. Kirchenpfleger Albert Held berichtet, der Beton sei so brüchig und schadhaft, dass Wassereinbrüche und feuchte Wände sozusagen an der Tagesordnung sind.
Eine effektive Wärmedämmung existiert praktisch nicht, zudem sei das gesamte Leitungssystem verrostet. Auch die Heizungsanlage entspricht längst nicht mehr dem heutigen Stand derTechnik. Außerdem wurden im Laufe der vergangenen 40 Jahren die Brandschutzvorschriften derart verschärft, dass diese ohne größere Umbauten gar nicht erfüllt werden könnten.
Gutachter plädieren für neues Gebäude
Schon vor Jahren kamen Gutachter deshalb zu dem Schluss, dass sich weder Umbauten noch eine Generalsanierung lohnen würden. Logische Konsequenz daraus: ein Neubau. Die Kirchenverwaltung hat deshalb in enger Abstimmung mit dem Pfarrgemeinderat, der bischöflichen Finanzkammer und anderen kirchlichen Verbänden Verhandlungen aufgenommen. Letztendlich wurde ein Neubau für circa 2,6 Millionen Euro. Davon muss die Pfarrei 30 Prozent schultern. Im neuen Gemeindezentrum soll ein Saal, das Pfarr- und das Dekanatsbüro, Gruppenräume sowie Büros für zwei kirchliche Beratungsstellen Platz finden – alles behindertengerecht. Bauzeit: rund zwei Jahre.